7 gute Gründe, um sich Gilmore Girls anzuschauen

Ich bin schon ganz aufgeregt. Seitdem feststeht, dass es eine vierteilige Mini-Serie von den Gilmore Girls geben wird, bin ich eifrig am überlegen, wie es weitergehen könnte. Ich bin Gilmore-Girls-Fan der ersten Stunde, meine absolute Lieblingsserie, die ich so oft gesehen habe, dass ich mitsprechen kann.

Worum geht’s?

Wie es der Name schon vermuten lässt, geht es um die Gilmore Girls Lorelai und Rory. Lorelai ist mit 16 schwanger geworden. Ihre vermögenden Eltern waren davon aber gar nicht begeistert. Daraufhin beschließt Lorelai, auf eigene Faust loszuziehen und ihr Leben und das ihrer Tochter Rory in die Hand zu nehmen. Dabei kommen sie zunächst im Independence Inn in Stars Hollow unter. Die zwei schlagen sich durchs Leben und nehmen die Situationen wie sie kommen. Lorelai hat sich vom Dienstmädchen zur Geschäftsführerin des Independence Inn hochgearbeitet. Als Rory mit 16 auf eine Elite-Schule gehen möchte, um ihren Traum vom Studium in Harvard wahr werden zu lassen, muss Lorelai das erste Mal seit Rorys Geburt ihre Eltern um Hilfe bitten. Das kostet sie einiges an Überwindung, bietet aber die Möglichkeit wieder eine Beziehung zu ihren Eltern aufzubauen. Für alle, die die Serie nicht kennen, kommen hier sieben Gründe, um das unbedingt zu ändern.

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  1. Luke’s Diner

Hier spielt sich das halbe Leben der Gilmore Girls ab. Mindestens einmal am Tag finden sie sich bei Luke ein. Denn bei Luke trifft sich die ganze Stadt zum Klatsch und Tratsch. Zudem gibt den besten Kaffee, welcher die Girls auf Trapp hält und für sie so wichtig ist, wie der Sauerstoff zum Atmen. Luke ist außerdem ein guter Freund der beiden. Zwischen Luke und Lorelai knistert es immer wieder, bis es in der vierten Staffel endlich (!) so richtig funkt. Auch immer wieder ein Highlight in Luke’s Diner: die Streitigkeiten zwischen Luke und Taylor, der das Oberhaupt der Stadt ist und besonders gern Paraden und Feste veranstaltet, denen Luke absolut nichts abgewinnen kann.

  1. Das Freitag-Abend-Dinner

Dafür, dass Lorelais Eltern ihr das Geld für Rorys schulische Ausbildung in Chilton leihen, müssen die beiden jeden Freitag Abend bei Richard und Emily zum Dinner erscheinen. Und bedeutet wirklich jeden. Freitag. Abend. Keine Ausnahmen. Das ist für Lorelai der absolute SuperGAU. Bisher waren sie lediglich an Feiertagen bei den Großeltern. Lorelai versteht sich weder mit ihrer Mutter noch mit ihrem Vater besonders gut, wodurch sich die ersten Treffen zu einer Zerreißprobe für alle Beteiligten entwickeln. Emily und Richard haben keinen Sinn für Lorelais Humor. Dadurch entwickeln sich stets urkomische Dialoge, die teilweise absolut absurd sind. Rory versucht stets, die Situation zu retten. Lorelai hält ihren Eltern jedoch zu Gute, dass sie ihre Enkeltochter so vergöttern.

 

  1. Die Männer

Keine gute Serie ohne gute Männer. Und Gilmore Girls hat einige gute Männer zu bieten. Für Lorelai sind sich wohl alle einig, dass Luke der perfekte Mann ist. Obwohl auch Rorys Vater Christopher und ihr ehemaliger Verlobter und Rorys Lehrer Max eine gute Partie abgeben. Dementsprechend fällt es Lorelai schwer, sich zu entscheiden. Das Ende der Serie ist relativ offen, daher bin ich umso gepannter auf die Mini-Serie. Die einzige richtige Entscheidung kann hier aber nur Luke sein! Er hat immer etwas für Lorelai empfunden und so lange auf sie gewartet. Ich bin mir sicher, dass sie am Ende zusammenfinden. Bei Rorys Männern scheiden sich dann auch schon die Geister. Zur Wahl stehen ihre erste große Liebe Dean, der rebellische Jess und der reiche Schönling Logan. Ich muss sagen, ich war zu ihrer Zeit Fan von jedem der drei, am Ende dann aber doch im Team Logan. Auch wenn er einige Böcke geschossen hat, er hat immer um Rory gekämpft und sich persönlich weiterentwickelt, deswegen hoffe ich auf ein Wiedersehen. Aber auch Jess wird hochgehandelt. Nachdem er seine rebellische Seite abgelegt hat und erwachsen geworden sind, sehen ihn viele an Rorys Seite. Immerhin ist er Lukes Neffe.

  1. Kirk

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich Kirk beschreiben soll. Den muss man eigentlich erlebt haben. Kirk ist überall und nirgendwo. Er hatte in der Stadt so gut wie jeden Job. Er ist äußerst ulkig. Irgendwie ein Einzelgänger, irgendwie aber auch nicht. Denn in Stars Hollow gibt es keine Einzelgänger. Trotzdem möchte man Kirk nicht unbedingt sein Kind anvertrauen. Allerdings bietet er immer seine Hilfe an und er schafft es sogar Lukes Herz zu erweichen, als er ihn nach Tipps für ein erstes Date befragt. Kirk muss man trotz seiner Schrulligkeit einfach mögen. Absoluter Kult!

  1. Die Dialoge

Erstmal vorneweg: ein Drehbuch der Serie umfasst 75 bis 80 Seiten, normale Drehbücher liegen bei gerade mal 45-50 Seiten. Das liegt daran, dass Gilmore Girls extrem dialoglastig ist, und vor allem Lorelai und Rory sehr schnell sprechen. Häufig finden sich in den Dialogen Anspielungen auf Musik, Filme und Personen der Zeitgeschichte wieder. Vor allem die Dialoge zwischen Lorelai und Rory sind immer hochgradig unterhaltsam. Aber auch Richard und Emily, sowie Paris sorgen für viele Lacher. Und genau das mag ich an der Serie. Sie ist einfach super lustig. Natürlich gibt es auch ernstere Situationen, da das Leben nunmal kein Ponyhof ist. Trotzdem versuchen die Girls jegliche Situationen mit Humor zu meistern, was ihnen auch meistens gelingt.

  1. Die Charaktere

Eigentlich müsste ich jeden Einzelnen aufzählen, aber dann wären das hier nicht 7 Gründe sondern wahrscheinlich 27. Das würde den Rahmen dann doch sprengen. Trotzdem wollte ich viele tolle Charaktere nicht unerwähnt lassen. Angefangen bei Paris. Die neurotische Paris, von Rorys Erzfeindin in Chilton entwickelt sich Paris zu einer ihrer engsten Freundinnen und Zimmergenossinen in Yale. Mit Paris kann man immer was erleben. Sie versucht des Öfteren sich zu ändern und umgänglicher zu werden, scheitert aber immer wieder und bleibt sich am Ende doch selbst treu. Trotz ihrer Art ist sie Rory eine gute Freundin. Ebenfalls nicht zu vergessen: Michel. Zunächst als Empfangschef im Independence Inn wird er ein Teil der Familie. Michel ist immer ein bisschen mürrisch, mit seinem französischen Akzent. Das führt zu vielen amüsanten Situationen im Hotel. Viel Freude hat man auch immer an den Stadtbewohnern wie Miss Patty, Babette oder Andrew. Man hat das Gefühl, die ganze Stadt ist eine große Familie und jeder kümmert sich um die anderen. Ganz besonders wichtig sind auch die besten Freundinnen der Girls Sookie und Lane. Beide sind immer an ihrer Seite, für jedes Abenteuer zu haben und zu 100% zuverlässig. Solche Freundinnen wünscht sich wahrscheinlich jede Frau.

  1. Lorelai und Rorys Mutter-Tochter-Beziehung

Das Beste kommt zum Schluss. Die meiste Zeit sind Lorelai und Rory weniger Mutter und Tochter, als beste Freundinnen. In vielen Dingen sind sie sich sehr ähnlich, in anderen Dingen ergänzen sie sich perfekt. Sie haben keine Geheimnisse voreinander. Streit gibt es nur selten, aber wenn, dann kracht es richtig. Trotzdem finden sie immer wieder zueinander, denn sie gehören einfach zusammen.

Mir würden wahrscheinlich noch 1000 weitere Gründe einfallen, aber der Post ist jetzt schon viel länger geworden als geplant. Allerdings beschreibt das hier noch nicht annähernd die Genialität der Serie. Also unbedingt reinschauen!

Eure Lisa

12 Comments

  1. 5. Februar 2016 / 11:36

    Ich liebe Gilmore Girls 😀
    Dafür leg ich mir dann auch Netflix zu. Mein Highlight waren immer Emily und Richard 😀
    Und Michelle natürlich.
    Mit Dean kam ich dafür nie wirlich klar, allerdings freue ich mich sehr, wenn man ihn wieder sieht, denn Jared ist ja inzwischen ein richtige heißer Typ geworden 😀
    Trotzdem Team Logan 😀

  2. 5. Februar 2016 / 12:48

    Ohja ich freue mich da auch schon riesig drauf und kann es kaum erwarten!! 😀
    Ist nur sehr schade, dass Sookie wohl nicht dabei sein wird :/

  3. 5. Februar 2016 / 14:31

    Ich hatte immer eine Schwäche für Logan und bin ziemlich froh darüber, dass Matt Czuchry dabei ist.

  4. 5. Februar 2016 / 17:35

    Ohhh nein, das glaub ich jetzt nicht!! Hab sofort gegoogelt, weil ich gar nicht glauben konnte, was ich in deinem Post las!! Ich LIEBE die Gilmore Girls und habe jede Folge bestimmt dreimal gesehen (wenn das überhaupt reicht!!). Dieses Jahr kann nur gut werden mit den neuen Staffeln von House of Cards, Downton Abbey, GOT und dann dies als Sahnehaube 🙂 GLG Heike

  5. 5. Februar 2016 / 20:06

    Das wusste ich ja noch gar nicht!!! Ich habe zufällig vorgestern Abend mal wieder mit Staffel 1 / Folge 1 angefangen. Viele Grüße!

  6. 7. Februar 2016 / 18:29

    Eine von wenigen Serien, die ihr Niveau über viele Staffeln halten konnte. Sehr toll fand ich auch das Ende, obwohl die Serienschöpferin nicht mehr daran beteiligt war und – wie sie später sagte – alles anders geplant hatte.

  7. 10. Februar 2016 / 12:58

    Ich finde die Serie auch absolut klasse. Die Charaktere besitzen so viel Witz, das es einmal leicht fällt die komplette Serie innerhalb kürzerster Zeit durchzu schauen. Und über die Mini-Serie wusste ich bisher noch nichts, es freut mich aber absolut das zu hören!
    Liebste Grüße, Phyllis.

  8. 18. August 2016 / 11:23

    Haha, sehr lustig, dass es Kirk auf deine Liste geschafft hat;)
    Ein weiterer Grund ist zudem, dass man – je öfter man die Serie schaut – so viele Parallelen zwischen Emily und Lorelai findet. Sie sind sich nicht so unähnlich wie es auf den ersten Blick scheint. Die Serie ist sehr viel tiefgehender als man denkt.

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