Disney Book Tag

Meine liebste Stehlblueten hat mich vor einer kleinen Ewigkeit getaggt – und wie könnte man einen Monat besser beginnen als mit einem neuen Book Tag? Und wieso ist eigentlich schon wieder August, wo ist bitte die Zeit geblieben? Nicht mal mehr einen Monat und wir fliegen in den Urlaub, aber bis dahin gibt es noch eine Menge zu planen, viele Termine und ausgelassene Stunden mit meinen Freundinnen.

Aber zurück zum Wesentlichen: mein Herz schlägt seit Kindertagen für Disney und besonders Meerjungfrau Arielle hat es mir vom ersten Moment an angetan. Aus gegebenem Anlass musste ich natürlich sofort die DVD einlegen. Mir ist als Kind übrigens nie aufgefallen, wie gruselig Meereshexe Ursula inszeniert ist, total creepy die Frau! Und Eric ist doch nun wirklich der perfekte Prinz, oder? Wo wären wir nur heute alle ohne unsere liebsten Disney-Prinzessinnen? Hm, ich sollte wahrscheinlich nicht so viele Fragen stellen, sondern eher Bellis beantworten.

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Dornröschen – Ein Buch, das seit 100 Jahren in deinem Regal schlummert

Da gibt es leider wirklich viele, sodass ich mich kaum entscheiden kann, welches Buch jetzt hier Erwähnung finden soll… Zero, eindeutig. Hm, oder Noah von Fitzek.

Aber auch Rebel Belle von Rachel Hawkins gehört dazu, das Belli mir letztes Jahr (shame on me!) zum Geburtstag geschenkt hat und das gerade neben mir liegt und liebevoll gestreichelt wird. Es hat einen so weichen und wunderbaren Einband! Doch wisst ihr, was mein Problem ist? Ich mag es nicht mitnehmen, wenn ich verreise, weil ich Angst habe, dass ihm etwas geschieht. Ich würde es niemals mit zum Sport nehmen oder in meine Tasche packen, in der Bücher irgendwie grundsätzlich ein bisschen ranzig werden. Nein, niemals, denn dafür ist es zu schön!


Aber ich befinde mich gerade fleißig im SUB-Abbau und habe Buchkaufverbot. In diesem Sinne: wollen wir die ganzen Bücher mal aus dem Dornröschen-Schlaf wecken!

Rapunzel – Ein Buch, das dich gelehrt hat, über den Tellerrand hinauszublicken

In diesem Moment fällt mir spontan nur „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag ein, das mich im Juli sehr berührt hat und über dem ich mehr als nur einige Tränen vergossen habe. Ich glaube, das Leben ist für uns viel zu oft selbstverständlich und wir brauchen erst dramatische Ereignisse als Antrieb, etwas zu ändern oder das Leben in die Hand zu nehmen oder einfach zu leben. Was das angeht, erinnert das Buch an das Privileg, das jeder von uns hat und daran, nicht auf die perfekten Augenblicke zu warten, sondern das Leben zu genießen und sich mit dem zu umgeben, was einem wichtig ist. Momente einfach auszukosten.

Wenn ich die Augen schließe, dann schnürt mir die Angst vor der Masterarbeit fast die Kehle zu und besonders an Tagen, wenn ich angeschlagen bin, ist das Ganze fast unerträglich. Dabei werde ich in einem Jahr auf diese Zeit zurückblicken und wahrscheinlich den Kopf schütteln, denn natürlich werde ich das alles irgendwie schaffen. Aber was mich wirklich nervt, ist nicht meine Angst sondern der Zwang, vor mir selbst rechtfertigen zu müssen, warum ich im September diese lange Reise mache, warum ich nicht jede freie Minute im August in der Bibliothek verbringe und an meinem Exposé sitze.

Die Wahrheit ist, vergangene Tage und Wochen bekommt man nicht zurück. Manchmal frage ich mich, wo die letzten fünf Jahre geblieben sind und klar, ich kann sie mit vielen wunderbaren Erinnerungen füllen, aber ich werde nie wieder 17, 18, 19 Jahre alt sein. Zwar würde ich kein zweites Mal Abitur schreiben wollen, aber noch einmal zurück zum Chaostag oder Abschlussball – das wär’s. Aber diese Zeit kommt nicht zurück, genauso wenig gestern oder vorgestern.

Ich sage immer, das jetzt gerade wird mein bester letzter Sommer, aber das ist nicht wahr, weil noch viele Sommer kommen werden – nur werde ich eben keine Studentin mehr sein. In gewisser Weise kann man sagen, dass „Mein bester letzter Sommer“ mich daran erinnert hat.

Alice im Wunderland – Ein Buch, das an einem außergewöhnlichen Schauplatz spielt

Reisen wir doch in die von Ursula Poznanski erschaffene dystopische Welt aus der Eleria-Trilogie. Nach einer Umweltkatastrophe leben viele Menschen unter sicheren Kuppeln mit modernster Technologie und medizinischer Versorgung, während andere – sogenannte „Prims“ – außerhalb der Kuppeln ihr Leben führen und ums Überleben kämpfen.

Zwar habe ich die Trilogie noch nicht beendet, aber der dritte Teil liegt neben mir und ich finde vom Weltenbau her hat Poznanski damit etwas Großartiges geschaffen. Natürlich sind sich viele Dystopien ähnlich, doch an ihren Büchern hat mir besonders gefallen, dass sie auf unserem Kontinent spielt (also mal nicht die USA nach einer Katastrophe oder sonstigem fokussiert), sondern man von Kuppel-Städten wie Vienna erfährt. Die Sphären haben mir einfach ausgesprochen gut gefallen und in meinen Augen bekommt die Reihe definitiv zu wenig Aufmerksamkeit.  

König der Löwen – Einen Charaktertod, den du noch nicht überwunden hast

Sirius Black, of course. Nein, Moment, Fred! Dobby war aber auch wirklich traurig… Hm, ich bin unentschlossen, aber alle führen sie zu Harry Potter von Königin Joanne K. Rowling. Natürlich, wie sollte es auch anders sein?

Meine heimliche Liebe zu Sirius Black dürfte allen Lesern dieses Blogs bekannt sein und genau so hart wie Harry hat mich sein Tod getroffen. Seither kann ich die Stelle im Buch nicht mehr lesen und als ich vor Kurzem die Hörbücher hörte und bei der Szene im fünften Teil ankam, musste ich alles stehen und liegen lassen. Zum Glück war ich in diesem Moment zuhause! Aber ich habe die Tränen wirklich nicht zurückhalten können und still für mich getrauert – after all this years? Always.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes war ja ohnehin der Super-GAU. Da habe ich ja schon häufiger erzählt, was das für eine Heul-Orgie war. Ich habe Fred bis heute nicht überwunden, obwohl die Schlacht so viele Opfer forderte.

Die Schöne und das Biest – Ein ungleiches Paar

Besonders auf den ersten Teil von Tahereh Mafis Shatter-Me-Trilogie trifft es meiner Meinung nach vollends zu, wenn ich sage: Juliette und Warner! Nun gut, hier würde vielleicht auch der Titel die Verrückte und der Irre passen, aber einmal frisch geduscht, entpuppt sich Juliette als Schöne und naja, Warner ist in Band 1 einfach ein unausstehliches Biest, dem man nicht in die Karten gucken kann. Sie war eindeutig gut, er eindeutig böse. Da funkte es vielleicht, aber die Kugel traf ihn schneller, als er ihren Namen sagen konnte – ach, was für eine geniale Szene das war!

Dennoch hat Warner in den Folgebänden mein Herz erobert und die Chemie der beiden traf mich wie eine Dampfwalze (bitte, was?). Zu sehen, dass sie sich doch ähnlicher sind, als erwartet, hat mich so verzaubert – wirklich, wer hätte das zu Beginn des ersten Teils erwartet?

Cap und Capper – Die schönste Bücherfreundschaft

Ladies und Gentleman, zunächst musste ich kurz nachdenken, aber dann traf mich die Erkenntnis wie ein Blitz! Cinder und Thorne aus den Luna-Chroniken sind meine mit Abstand liebste und schönste Bücherfreundschaft.

Schon gleich zu Beginn von Band 2 war ich hin und weg von Verbrecher Thorne und mochte die Dynamik zwischen ihm und Cinder, die aus ihrem Ärger über den Taugenichts ja keinen Hehl machte. Sie waren ein ungleiches Paar und entwickelten eine Freundschaft, an die ich mit einem Seufzen zurückdenke – ganz wunderbar. Aber mir gefallen die Freundschaften in den Luna-Chroniken ja ohnehin! In meinen Augen ist es einfach großartig, was für Verbindungen in den vier Bänden entstehen. Ach, meine Babys!


Aber ich liebe natürlich auch die Freundschaften in Harry Potter über alles: das Goldene Trio, die Rumtreiber oder Albus und Scorpius!

Cinderella – Der Charakter mit der beeindruckendsten Wandlung

Kurz eingeworfen: BELLI! NICHT WEITERLESEN! SPOILERGEFAHR!

Aus gegebenem Anlass kann ich an dieser Stelle nur C.J. Townsend nennen aus der Cupido-Reihe von Jilliane Hoffman. Vor einigen Tagen habe ich Samariter beendet und seither unbändige Lust, erneut Cupido zu lesen!

Was C.J. Townsend geschafft und erreicht hat, ist einfach unglaublich. Eigentlich weiß die Studentin Chloé genau, was sie vom Leben will und dann ändert eine Nacht ihr Leben einfach vollkommen. Sie wird ein Opfer des Serienmörders Cupido – aber überlebt! Fortan ist sie gebrochen und ändert alles – nur ihre Berufung behält sie, wird Anwältin. Und leider Gottes: man sieht sich immer zweimal im Leben.

Ganz zu Beginn der Handlung hat Chloé einfach alles, ist die Cinderella schlechthin, das Leben steht ihr offen. Doch als der Leser C.J. Townsend trifft, sind Jahre vergangen und von Chloé nichts mehr übrig. Beim Lesen hat mich das einige Male wirklich fertig gemacht, vor allem weil sie sich so sehr vor dem Leben verschloss – verständlicherweise. Umso mehr habe ich ihren Triumph genossen, ihre Wandlung während der Ereignisse in Cupido, Morpheus, Argus und sie schließlich in Samariter wiederzutreffen, hat mich furchtbar glücklich gemacht. Leute, wirklich, wie diese Frau aufgestanden und ihre Dämonen bekämpft hat, ganz große Klasse! Diese Protagonistin hat jedes Glück verdient.


Leider habe ich den Überblick verloren, wer aus der Community den Tag schon gemacht hat und wer nicht, darum: fühlt euch einfach alle getaggt!

Welcher ist euer liebster Disney-Film? 🙂

Ich wünsche euch einen zauberhaften August!

eurelaura

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5 Comments

  1. 5. August 2016 / 9:39

    Ah ja Throne und Cinder sind großartig, aber eigentlich sie Freundschaft zwischen allen Mitgliedern der Albatroscrew (Winter und Jacin miteingerechnet) ist zauberhaft. Speziell die Szene vor der Krönung mit dem Zitronenkuchen ist wunderbar.
    Meine beiden liebsten Disneyfilme sind „Die Schöne und das Biest“ und „Rapunzel – neu verföhnt“.
    Beides super tolle Heldinnen.

    • 12. August 2016 / 10:33

      Das stimmt, ich war echt begeistert, wie die Beziehungen zwischen allen funktionieren und habe jede einzelne Freundschaft und natürlich die Crew an sich geliebt. Einfach so toll geschrieben! <3

      Habe letztens erst wieder "Die Schöne und das Biest" gesehen und fand ihn großartig. 🙂 Auch Rapunzel ist so toll!

  2. 6. August 2016 / 11:57

    Liebe Laura, seit „die Verrückte und der Irre“ habe ich einen Lachflash. Danke! Komme wieder zurück, wenn ich aufgehört habe zu lachen. 😀

    Nee, im Ernst, die Bezeichnung passt ja schon sehr gut auf die beiden – und mir ging es so wie dir. Jetzt bin ich ein wenig enttäuscht, dass mir nicht die beiden bei meinem Tag eingefallen sind. Meh. Cinder & Thorne haben auch eine wirklich schöne Bücherfreundschaft. <3
    Und bei der Charaktertod-Frage haben doch ALLE die HP-Figuren genommen, oder? Es gab aber auch nichts Tragischeres.

    Ha, ich lache immer noch!

    Liebe Grüße,
    Jess

    • 12. August 2016 / 10:31

      Liebe Jess,

      es freut mich sehr, dass ich dich amüsieren konnte! 😀
      Haha ja, ich glaube, weil uns einfach kein Tod so nah gegangen ist in Büchern wie die in Harry Potter. Wir sind alle vom gleichen Schlag!

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. 🙂
      Liebe Grüße
      Laura

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