Documentary: Twinsters

Samantha lebt in Los Angeles als Schauspielerin, Anais lebt in London und studiert dort. Beide wissen nicht von der Existenz der jeweils anderen. Doch soziale Medien machen alles möglich und so stolpert ein Freund von Anais über ein Youtube-Video von Samantha. Er wird stutzig, wieso sieht das Mädchen in dem Youtube-Video Anais so verdammt ähnlich? Er schickt ihr einen Screenshot. Auch Anais ist überwältigt von der Ähnlichkeit und sie versuchen die fremde Doppelgängerin aus LA zu kontaktieren.

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Nachdem Anais das Foto von Samantha gesehen hatte, begann sie zu recherchieren und fand heraus, dass ihre Doppelgängerin genauso wie sie in Südkorea geboren wurde und adoptiert ist. Als herauskam, dass Samantha auch noch am gleichen Tag Geburtstag hat, war Anais klar, dass sie Samantha kontaktieren musste.

Der Film beginnt mit Samantha, die erzählt, ihr vor wenigen Tagen widerfahren ist. Denn sie erhielt eine Freundschaftsanfrage auf Facebook von einer Fremden. Mag das schon ungewöhnlich genug sein, schaute sie sich das Profil an und vom Profilfoto schaute ihr ihr eigenes Gesicht entgegen. Irgendwie gruselig! Die beiden Mädchen treten in Kontakt und tauschen sich über ihre Vergangenheit in Südkorea aus, um mehr darüber herauszufinden, ob sie möglicherweise verwandt sind.

Zwischen den beiden besteht augenblicklich eine Verbindung. Die eine in LA, die andere in London, skypen und schreiben sie sich täglich und bauen eine enge Verbindung zueinander auf. Sie beschließen Nägel mit Köpfen zu machen, und senden ihre DNA an ein Labor, um zweifelsfrei festzustellen, ob sie Zwillinge sind. Noch vor dem Ergebnis (eigentlich hatten beide keine Zweifel) beschließt Samantha mit Freunden und Familie nach London zu fliegen, damit sich die zwei endlich persönlich kennenlernen können.

Mein Fazit

Es ist wirklich schön zu sehen, wie sich die Beziehung der beiden im Laufe des Films entwickelt. Sie sind quasi schon zusammen gewachsen, bevor sie sich das erste persönlich treffen und man merkt ihnen an, dass sie auf jeden Fall zusammen gehören. Mal abgesehen davon, dass es mir ein bisschen schwer fällt Asiaten auseinanderzuhalten (shame on me), sehen die beiden sich wirklich verblüffend ähnlich und man kann sie nur daran unterscheiden, wenn sie sprechen, da Anais in Frankreich groß geworden ist.

Die Familien der beiden gehen der offen mit der Situation um und freuen sich noch eine Tochter in der Familie begrüßen zu dürfen. Alle scheinen total überwältigt von der Entwicklung zu sein und es ist wirklich sehr emotional aufbereitet. Generell finde ich, dass der Film, dafür dass man sich relativ kurzfristig für die Aufnahme von Videomaterial entscheiden musste, sehr gut gemacht ist.

Der Film zeigt eindrucksvoll, dass die Neuen Medien und Sozialen Netzwerke nicht nur negative Effekte mitbringen und unser soziales Leben ins Internet verlagern. Facebook und YouTube haben es möglich gemacht, dass sich Zwillingsschwestern finden, die von ihrer Existenz überhaupt nichts wussten. Die Netzwerke haben es ihnen ermöglicht, vollständig zu sein. Und die beiden sind so herzlich und überglücklich, dass man das auf keinen Fall missen möchte!

Kennt ihr den Film? Habt ihr andere Tipps für gute Dokumentationen?

Eure Lisa

 

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