Elisenlebkuchen

Ich kann es kaum erwarten, dass der Startschuss fällt. Und dann gibt es kein Halten mehr: Plätzchen nach Oma, Spekulatius, Stollen. Ich werde zum manischen Bäcker mutieren. Aber damit dann auch alles sitzt, muss ja vorher geübt werden. Aus diesem Grund präsentiere ich euch meine ersten selfmade Lebkuchen.

Bisher dachte ich, sowas gibt’s nur in der 500g Packung zu kaufen. Und das mit reichlich Zucker und Gedöns. Ich habe meinen zuckerreduzierten Lifestyle schon im Schoko-Zucker-Malstrom des Weihnachtsfestes untergehen sehen. Da kam ich auf die glorreiche Idee, doch einfach mal Google anzuwerfen und siehe da, Lebkuchen sind kein Zauberwerk und brauchen auch keine Extrabehandlung à la ewig gehen, kühlen, backen oder ähnliches.

Und deswegen, Mitte November, an einem halb sonnigen Tag, eröffne ich die Weihnachtsbäckerei in meiner Wohnung. Und euch lade ich herzlich dazu ein, sich mir anzuschließen.

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Zutaten (20 Stück auf 70 mm Oblaten)

25g Orangeat

25g Zitronat

125g Dinkelmehl

125g gemahlene Mandeln

50g gehackte Mandeln

1 TL Lebkuchengewürz

1 Ei

4 cl Rum

100g brauner Zucker

20 Backoblaten

Zartbitterschokolade


Zubereitung

Hackt das Zitronat und das Orangeat klein und stellt es beiseite. Gebt dafür etwas Mehl dazu, damit es nicht so klebt.

Mischt dann das Mehl, die Nüsse und das Lebkuchengewürz in einer größeren Rührschüssel.

Rührt in einer höheren Rührschüssel das Ei mit dem Rum und dem Zucker schaumig.

Gebt alles zusammen in die große Schüssel und vermengt es mit einem Löffel.

Verteilt auf einem Backblech die Oblaten und setzt jeweils 1 bis 2 TL Teig darauf. Feuchtet eure Finger etwas an, dann könnt ihr den Teig leichter glatt streichen, vor allem am Rand.

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Schiebt das Blech dann bei 180 Grad für 25 bis 30 min in den Ofen.

Wenn die Lebkuchen fertig sind, lasst sie an der Luft auskühlen.

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Lasst in der Mikrowelle einige Stücke Zartbitterschokolade schmelzen und verstreicht diese auf den Lebkuchen.

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Und tada, Weihnachten ist wieder ein Stück näher heran gerutscht. (War ich nicht erst noch im Park picknicken?)

eureanne

7 Comments

  1. 18. November 2015 / 10:33

    Wow, das sieht echt super aus. Dieser Industrie-Kram ist echt nicht so lecker. Deine Lebkuchen sehen prima aus, vor allem sind sie wesentlich gesünder, als die die man so kaufen kann. Da weiß man wenigstens was drin ist. Weiter so!

    • Anne
      18. November 2015 / 16:40

      Danke, mir ist auch immer wichtig genau zu wissen, was alles in abgepackten Lebensmitteln enthalten ist. Umso leichter ist es da, selbst Hand anzulegen 🙂

      • 18. November 2015 / 20:01

        Ganz genau. Vor allem schmeckt das dann ja auch wesentlich frischer 🙂 Daumen hoch 🙂

  2. 18. November 2015 / 16:40

    Och, das sind ja meine Adventslieblinge 😉 Die muss ich gleich nachbacken .. Danke für’s Rezept. Liebe Grüsse, Heike

  3. Angela Walther
    18. November 2015 / 16:59

    Sehr gut, Anne!
    Da weiß ich nun, wer in diesem Jahr für das Weihnachtsgebäck verantwortlich ist!
    Liebe Grüße
    Mutti

  4. 24. November 2015 / 19:47

    Und das mit der Schokolade in der Mikrowelle geht gut? Mit wieviel Watt hast du denn die Schokolade bestrahlt?
    Ich mach sie immer im Wasserbad flüssig…

    • Anne
      25. November 2015 / 11:22

      Das geht im Vergleich zum Wasserbad viel schneller und mit weniger Aufwand. Natürlich muss man da immer ein Auge drauf haben und die Schoki nur einige Sekunden bei relativ hoher Wattzahl schmelzen, bis sie noch ihre Form hat und man sie nur mit einem Löffel noch leicht zerdrücken muss.

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