Film-Tipp: LOL

Ich war nie der Mensch, der den Ausdruck Lol besonders häufig in Chats oder sogar in „realer“ Kommunikation genutzt hat. Dafür ist der Ausdruck aber der Titel einer meiner liebsten Filme. LOL (Laughing Out Loud) ist eine französische Teenie-Komödie aus dem Jahr 2008. In den Hauptrollen ist unter anderem Sophie Marceau zu sehen, die als Teenie selbst mit La Boum erfolgreich war. Inzwischen ist sie in die Rolle der Mutter hineingewachsen, die versucht, das Leben ihrer Tochter Lola (Christa Theret) zu verstehen.

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Worum geht’s?

Im Mittelpunkt steht Lola (die von ihren Freunden angeblich auch Lol genannt wird, ist mir im Film nicht einmal aufgefallen, aber okay). Lola ist 16 und gerade in der Phase ihres Lebens, in der sie ihre Grenzen austesten möchte. Dabei stehen ihr ihre Freunde natürlich tatkräftig zur Seite. Was könnte das für 16-Jährige bedeuten? Natürlich Liebe, Alkohol, Drogen und Sex. Aber auch Freundschaft und Vertrauen zwischen den Generationen wird thematisiert.

Lol ist keine typische Teenie-Komödie. Das kommt schon allein daher, dass es keine x-beliebige amerikanische Produktion ist (obwohl die Amerikaner diesen wunderbaren Film natürlich kopieren musste, mit Miley Cyrus und Demi Moore in den Hauptrollen, gruselig). Der Film versprüht die ganze Zeit einen gewissen französischen Charme. Zudem sind die Rollen sehr überzeugend besetzt, obwohl fast ausschließlich unbekannte Newcomer ausgewählt wurden. Dafür ist ja aber das große Aushängeschild des französischen Films – Sophie Marceau – mit am Start. Unglaublich wie lange La Boum eigentlich schon her ist. In Lol kämpft Marceau in ihrer Rolle als Mutter zwischen dem Vertrauen zu ihrer Tochter und der Angst davor, dass sie auf die schiefe Bahn geraten könnte. Dabei dreht sie sich selbst gerne mal einen Joint abends im Bett.

Wer nicht der größte Frankreich-Fan ist: die Schüler treten auch noch eine Klassenfahrt nach London an. Als großer London-Liebhaber ist das natürlich einer meiner liebsten Parts im Film. Und ich finde es sehr amüsant, wie mit britischen Stereotypen gespielt wird – eine Wohnung, die voller Lady Di Fotos hängt oder Toast mit Nudeln zum Abendbrot. Der Besuch im Pub darf natürlich auch nicht fehlen.

Fazit

Lol ist nicht nur etwas für pubertierende Teenies –  denn Lol ist viel mehr als eine Teenie-Komödie. Es ist einfach schön zu sehen, wie treffend die Konflikte, denen 16-Jährige und ihre Eltern ausgesetzt sind, eingefangen wurden und das alles auf eine chice französische Art und Weise. Zudem bietet der Film einen tollen Soundtrack und einfach sehr viel Spaß mit Happy-End-Garantie, also doch noch ein bisschen Teenie-Film-Feeling.

Habt ihr den Film gesehen? Was haltet ihr von dem amerikanischen Abklatsch?

Eure Lisa

 

2 Comments

  1. 21. April 2016 / 19:53

    Ich fand ja die Frisuren von den Jungen immer zum Totlachen, natürlich sehr französisch.

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