funk – ZDF und ARD im Land der Generation Online

Erstmal Sorry für unsere längere Abwesenheit, wir stecken derzeit beide mitten in unserer Masterarbeit und da fällt es manchmal schwer, sich noch auf andere Dinge zu konzentrieren. Aber jetzt sind wir wieder da und zwar heute mit dem neuen Online-Programm der ARD und ZDF – funk. Die Spartenprogramm ZDFkultur und EinsPlus mussten dem neuen, jungen Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender weichen. Ich hab mir das Programm mal angeschaut und möchte euch einen kleinen Überblick geben.

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Aufbau

Das Programm besteht aus einem Web-Auftritt unter der Adresse www.funk.net und einer App, die für Android und iOS erhältlich ist. ARD und ZDF wollen uns also genau da ansprechen, wo wir am häufigsten zu finden sind, im Internet und auf dem Smartphone. Zudem bietet das Programm, genau wie Netflix oder Prime, die Möglichkeit, sich die Formate und Serien jederzeit anzuschauen. Wir müssen uns also nicht ans Fernsehprogramm halten. Denn da ist funk sowieso nicht zu sehen.

Der Web-Auftritt ist relativ minimalistisch aufgebaut. Man kann eigentlich nur zwischen Formate und Serien wählen. Hinter dem Punkt Serien verbergen sich derzeit genau vier Optionen: Hoff the Record Staffel 1 in Deutsch und OV (Yeah, David Hasselhoff), Twentysomething Staffel 1 und 2, The Aliens Staffel 1 in Deutsch und OV sowie Banana, was aber erst ab 22 Uhr zu sehen ist. Das ist also noch sehr überschaubar, darauf soll allerdings auch nicht das Augenmerk des jungen Angebots viel. Viel wichtiger sind den öffentlich-rechtlichen die eigenen Formate.

Da findet man dann Programme mit Namen wie 1080 NERD SCOPE, Auf Klo, Fickt euch! oder Pop Date. Ich muss zugeben, dass ich mir noch nichts angeschaut habe (vor allem, weil mich noch nichts wirklich angesprochen hat), aber es klingt doch alles sehr nach Generation Youtube à la Bibisbeautyplace. Manche Namen hätte man vielleicht nochmal überdenken können, vieles klingt einfach zu gewollt hipp. Aber das muss ja nicht bedeuten, dass sich hinter den seltsamen Namen nicht gute Produktionen verstecken. Irgendwo muss ja auch der Bildungsauftrag mitschwingen.

Fazit

Das Serien-Angebot könnte auf jeden Fall noch ausgebaut werden, und wenn man es nur dazu nutzt, erstmal überhaupt ein Publikum auf die Seite zu locken. Die eigenen Produktionen werd ich mir in den nächsten Wochen auf jeden Fall mal anschauen. Allerdings bleibe ich zunächst skeptisch, ob man so wirklich die gewünschte Zielgruppe erreicht. Diese liegt übrigens zwischen 14 und 29 Jahren (also hab ich noch fünf, um mich reinzufinden). Falls ihr noch mehr Infos möchte, gibts hier eine Seite mit allem, was man wissen muss.

Habt ihr euch das Angebot schon angeschaut? Könnt ihr bereits etwas über die Formate sagen?

Eure Lisa

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