Kinoreview: Der Marsianer – Rettet Mark Watney 3D

Lasst uns ehrlich sein: wir alle würden allein auf dem Mars planlos verrecken! Ob wir nun den gleichnamigen Roman von Andy Weir gelesen haben, in welchem die Berechnungen zum Kartoffelanbau ausführlicher beschrieben sind, oder Botanik in Kombination mit Luft- und Raumfahrttechnik studiert hätten. Die Ehre, auf dem roten Planeten zu überleben, gebührt wenn überhaupt Matt Damon. Da die Chancen sehr gering sind, dass wir in unserer verbliebenen Lebenszeit selbst über den Mars hüpfen, bietet es sich geradezu an, ins Kino zu gehen und Marsluft zu schnuppern.

Worum geht’s eigentlich?

Mark Watney (Matt Damon, der mit Bart aussieht wie Leonardo DiCaprio) gehört zur Ares-3-Mission der NASA und bleibt nach einem Sandsturm allein auf dem Mars zurück. Von seinen Kameraden und dem Arbeitgeber für tot gehalten, muss er sich fortan selbst auf dem roten Planeten durchschlagen. Das wirft die Frage auf – wie viel schlechtes Karma kann ein Mensch eigentlich haben?

Erfrischend witzig und wunderbar inszeniert

Science-Fiction! Raumfahrt! Hat gerade eben jemand Laura gesagt? Meine Obsession mit dem Weltall dürfte unlängst allen bekannt sein und hat sich mit dem Auftreten Vegetas und der Reise nach Namek in Dragonball Z maßgeblich manifestiert. Das Genre bekommt von mir demnach volle Punktzahl und auch der Umstand, dass zuhause keine Herzdame mit Kind wartete, die sich nach Mark verzehrt, verbuche ich als vollen Erfolg. Denn tragische Familienunglücke dieser Art versuche ich seit Armageddon aufzuarbeiten. Die einzelnen Handlungsstränge werden im Film gut miteinander verknüpft, sodass man sowohl Einblicke in die Entscheidungen auf der Erde bekommt, als auch die Pläne der Crew verfolgt und natürlich Mark bei seinem Überlebenskampf begleitet.

Der humoristische Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und macht Der Marsianer zu etwas Besonderem. Die Dialoge sind erfrischend witzig und geben dem Film trotz der ernsten Lage und des steten Hoffens auf ein gutes Ende eine gewisse Leichtigkeit. Mark führt ein Videotagebuch und dokumentiert so seine Zeit auf dem Mars, was wiederum Raum für gut platzierten Galgenhumor bietet. Dennoch kommt die Spannung im Film nicht zu kurz und bei jeder Wendung fiebert man mit.

Die Schauspieler sind herausragend und die einzelnen Charaktere glaubhaft angelegt. Matt Damon brilliert in seiner Rolle als Mark Watney, der das Leben so nimmt wie es kommt. Ganz ehrlich, da kann man in Anbetracht der eigenen Probleme und Wehwehchen ja wohl nur lachen – es ist an der Zeit den Spruch „If Britney can make it through 2007, we can make it through this day“ an Mark Watney anzupassen!

Fazit

Der Film konnte mich und auch den Mann an meiner Seite (skeptisch, hält 3D für überbewertet, fand Interstellar kacke) restlos überzeugen. Von der Story über die Charaktere bis hin zu den Mars-Panoramen, der Musik und dem Humor wurde Der Marsianer toll umgesetzt. Also los, nutzt die Chance und stattet dem Mars mit Popcorn einen Besuch ab!

eurelaura

1 Comment

  1. 11. Oktober 2015 / 18:44

    Schöne Rezi (wie immer). Dass Mark ausnahmsweise mal nicht Frau und Kind daheim hatte, fand ich auch gut.
    Mir hat im Film natürlich zu viel gefehlt, vor allem der Humor, den du gelobt hast. Der war in schriftlicher Form noch einmal viel stärker präsent. Aber hätte ich das Buch nicht gelesen, wäre ich sicherlich 1:1 deiner Meinung. Auch so ist es ein guter Film! 🙂

    Liebste Grüße
    Anabelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.