Kinoreview: Me Before You

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal mit meiner besten Freundin im Kino war, doch wann wir zuletzt eine Liebesschnulze angeguckt haben – das weiß ich noch ganz genau! Mit den Worten „Sam Claflin, der heiße Hecht spielt die männliche Hauptrolle“ lockte ich meine Freundin zu Love, Rosie – Für immer vielleicht. Der Film war wunderbar und ich tausendfach erleichtert, dass er mich nicht zum Heulen brachte! Vorgestern zog es uns dann in die Verfilmung von Me Before You und Sam Claflin, der heiße Hecht wirkte wieder Wunder.


Worum geht’s?

Louisa „Lou“ Clark wird die Pflegerin und Gesellschafterin des wohlhabenden jungen Bankers Will Traynor, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und mit seinem Leben hadert. Mit ihrem überschwänglichen Optimismus will sie ihm zeigen, dass das Leben noch immer lebenswert ist.

Auf die Plätze, fertig, Taschentücher LOS!

Ich war unsicher, als wir den Kinosaal betraten, weil ich nicht wusste, ob mich der Film  vollkommen zerstören würde. Außerdem war ich unschlüssig, wie mir Emilia Clarke in dieser Rolle gefallen würde, obgleich ein äußerst sympathisches Interview in der tv movie diese Zweifel recht schnell verpuffen ließ. Das Buch habe ich nie gelesen, was eigentlich meinem Protokoll bezüglich Buchverfilmungen widerspricht, doch es gab einfach nie den richtigen Moment für mich und dieses Werk von Jojo Moyes. Umso gespannter und aufgeregter war ich vor dem Kinobesuch, wie man ja auf Twitter verfolgen konnte!

Kurzfassung: gefühlt ist das ganze Kino in Synchronheulen ausgebrochen und aus allen Ecken haben die Leute laut in ihre Taschentücher geschnäuzt. Sowas habe ich wirklich noch nie erlebt! Natürlich konnten auch wir einfach nicht die Tränen zurückhalten. Wie erwartet, waren nur wenige Männer im Kinosaal und die wirkten mehr überfordert als alles andere, nachdem die Lichter angingen und der Mascara verschmiert war. Der Freund meiner Freundin hat uns im Vorfeld nur viel Spaß dabei gewünscht, uns das Hirn wegzubrutzeln.

Ansonsten weiß ich wirklich gar nicht, was ich zu dem Film schreiben soll, außer: er war richtig schön! Die Besetzung war großartig und die Schauspieler haben so viele Emotionen rübergebracht, dass man gar nicht anders konnte, als mitzufühlen. Man kann also kaum anders, als zu den Taschentüchern zu greifen. Wem es nicht so geht – na den will ich sehen!

Der Film wartet mit einer schwierigen Thematik auf: Sterbehilfe. Denn Wills Lebenswille ist gebrochen und er zieht einen assestierten Suizid in der Schweiz in Erwägung. Seinen Eltern verspricht er nur noch ein halbes Jahr. Als Louisa das erfährt, versucht sie alles, um ihn umzustimmen und organisiert Ausflüge oder sogar einen Traumurlaub. Dabei schafft es der Film, dass man beide Seiten verstehen kann und sich auch über seine eigene Einstellung zum Thema Sterbehilfe Gedanken macht – würde man selbst noch leben wollen? Die Geschichte zeigt, dass Gesundheit das Wichtigste ist. Und gleichzeitig, dass Geld eigentlich gar nicht dasselbe Glück bringen kann wie Vitalität, obwohl man sich das fälschlicherweise oft vormacht. Ich jedenfalls finde die Umsetzung des Themas wundervoll gelöst.

Es gab aber auch viele Szenen, die zum Lachen und Schmunzeln gebracht haben. Louisas Stil und Art sind einfach wunderbar, damit belebt sie nicht nur Will sondern auch den ganzen Film. Will selbst besticht mit seinem Zynismus. Es ist definitiv ein besonderes halbes Jahr, das man die beiden begleitet und einer der schönsten Liebesfilme, die ich je gesehen habe.

Mein Fazit

Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit grandiosen Schauspielern! Eignet sich hervorragend, um mit den Mädels ins Kino zu gehen. Dass man danach zwangsläufig das Leben hinterfragt, gibt es gratis dazu.

Habt ihr die Buchverfilmung gesehen und wie hat sie euch gefallen? Ich habe jetzt übrigens doch Lust, das zweite Buch zu lesen….

eurelaura

5 Comments

  1. Resi
    30. Juni 2016 / 11:05

    Lies unbedingt auch das erste Buch! Es ist sooooo wunderbar!!

  2. 30. Juni 2016 / 13:09

    Ich habe ihn ja mittlerweile bereits zwei Mal gesehen und muss gestehen, dass ich immer noch vollkommen begeistert bin. Das ist definitiv die bisher beste Buchverfilmung, die ich gesehen habe, weil es wirklich so nah am Buch war und die Schauspieler – allen voran Sam und Emilia – einfach perfekt zu den Charakteren im Buch passen.
    Und ja, so ein Synchronheulen habe ich hier auch zum ersten Mal erlebt – und es war auch das erste Mal, dass ich im Kino überhaupt weinen musste. Auch beim zweiten Mal liefen die Tränen und dabei bin ich da wirklich nicht so empfindlich.

    Übrigens finde ich, dass den Film auch Männer ganz gut schauen können!

    Liebe Grüße,
    Jess

  3. 30. Juni 2016 / 20:59

    Hey Anna,
    hach, ich habe das Buch gelesen und fand es wunderbar. Der Trailer und einzelne Szenen aus dem Film konnten mich aber leider gar nicht überzeugen. Ich fand die Schauspieler im Vergleich zu den Charakteren überzogen und theatralisch. Hm, ich werde den Film aber wohl doch mal schauen – auf DVD oder auf Netflix, mal sehen 😉 Aber ich freue mich sehr, dass dir der Film so gefallen hat. Ähnliches Synchronheulen habe ich zuletzt bei „Das Meer in mir“ erlebt 😀
    Liebe Grüße,
    Anna

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