9 Tipps für mehr Produktivität | Inkl. Lebensweisheiten

Heute geht es thematisch mal in eine ganz andere Richtung. In den letzten Monaten wurde ich nämlich einige Male nach Tipps für mehr Motivation und Produktivität gefragt. Als ehemalige queen of procrastination kann ich verstehen, warum das Interesse so groß ist, denn neigen wir nicht alle manchmal dazu, uns vor gewaltigen Projekten zu drücken und lieber die Wohnung zu putzen?

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Von Deadline zu Deadline zu springen schlägt auch einem Fangirl irgendwann auf’s Herz.

Dabei ist es gar nicht so schwer, ein großes Projekt zu wuppen und trotzdem noch Zeit zu haben. Wer meine Insta-Story geschaut hat, wird gesehen haben, dass ich trotzdem viele Partys und jede neue Folge von The Walking Dead und Riverdale mitnahm. Freunde, Familie und Medien verdienen nun mal auch etwas Aufmerksamkeit! Am Ende hat nur eines gelitten: meine Wohnung.

Der Wahnsinn braucht nur eins: Methode!

Große Projekte lauern hinter jeder Ecke. Egal, ob ihr eure Abschlussarbeit schreiben oder euch auf’s Staatsexamen vorbereiten müsst, zusätzliche Projekte auf Arbeit bekommt oder endlich das mit der Weltherrschaft anstrebt, es funktioniert am besten, wenn man in den eigenen Kopf zu überlisten weiß.

Es ist kein Hexenwerk!

Ihr baut lediglich ein Haus. Richtig gelesen! Lasst ein starkes Bild entstehen, mit dem ihr arbeiten könnt, denn anfangs sieht man von acht Stunden Bibliothek so gut wie nichts. Stellt euch das Unterfangen daher wie beim Hausbau vor, denn da fängt man bekanntlich auch nicht mit dem Dach an. Der erste Step ist die reine Planung des Bauvorhabens.

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  1. Prokrastination entlarven

    Wir werfen zwar oft mit dem Wort um uns, aber wisst ihr, warum wir eigentlich prokrastinieren?

    Weil wir uns gestresst fühlen.

    Prokrastination resultiert aus Stress und dem Wunsch, das Gefühl abflauen zu lassen. Das klappt mit Netflix auch gut und schnell, aber leider nicht dauerhaft. Wir neigen also dazu, uns abzulenken, um uns nicht mit dem Hauptproblem auseinandersetzen zu müssen.

    Ich finde, wenn man sich das bewusst macht, kann man viel leichter mit Situationen, in denen man in alte Muster verfällt, umgehen. Weil man die Gründe für sein Verhalten entlarvt und dann sofort handeln kann, indem man zum Beispiel YouTube ausmacht.

  2. Den Anfang finden

    A wie Anfang oder Arsch auf Glatteis, es ist im Gunde dasselbe. Ihr werdet am Anfang des Projekts wenig aus dem Ärmel schütteln können. Denn Thema, Konzept oder Strategie müssen erst erarbeitet werden. Die Recherche ist meistens das, was viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt – und bei der man sich vorkommt, als würde man auf der Stelle treten und gar nicht vorankommen. Aber diese Illusion trügt.

    Das Problem ist meistens das Anfangen an sich. Und wenn da der Schuh drückt, hilft es, sich zunächst eine begrenzte Zeit vorzunehmen, in der man sich mit dem Projekt beschäftigt. Das können zu Beginn 5 Minuten oder sogar schon 30 Minuten sein. Suggeriert dem Schweinehund einfach, dass er gewonnen hat, wenn ihr danach nicht am Ball bleiben möchtet und überlistet ihn, indem ihr weitermacht. Ein paar Aufgaben am Anfang sind zum Beispiel:

    • die Ideenfindung, bei der ihr eure Interessen beachten solltet, denn nichts ist schlimmer, als sich ewig mit einem Thema zu beschäftigen, das null gefällt
    • ins Thema einlesen, einen Betreuer finden, das Exposé schreiben, Konzept/Strategie erarbeiten
    • Absprachen mit Betreuern treffen, damit man auf der gleichen Wellenlänge schwimmt und um Missverständnisse auszuräumen
    • Überlegt, wer euch helfen kann und rekrutiert Personen, die euch später unter die Arme greifen können (zum Beispiel für die Testphase, die Auswertung mit Programmen wie SAP oder die Korrekturphase)
    • die Zeit des Projekts als begrenzten Zeitraum im Leben begreifen, der zu meistern ist (Eckdaten wie Start und Ende sollten verbindlich vorliegen). Bei Panik ins Bewusstsein rufen, dass alles ein Ende hat.
    • sein eigenes Ziel erkennen und aufschreiben, gut sichtbar über den Schreibtisch hängen! Wir arbeiten nicht monatelang an etwas ohne Grund – was ist euer Ziel? Der Masterabschluss, der Traumjob, die Weltreise oder ein Buch zu veröffentlichen?  
  3. Ein Zeitplan – mit FREIzeit

    Für die Gesundheit ist es wichtig, die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich auszunutzen. Der Körper kann die Strapazen einer heranpreschenden Deadline und intensiver Nachtschichten vielleicht über eine gewisse Zeit aushalten, aber auf lange Sicht ist es nicht gesund. Von den psychischen Ausmaßen muss ich wohl gar nicht erst anfangen. Ein grober Zeitplan kann eine Methode sein, nachts nicht schweißgebadet aufzuwachen.

    Für manche ist ein Zeitplan allerdings wie ein Blick auf’s Konto oder in die Emails – sie hassen es, sich die Dinge vor Augen zu führen. Auch wenn es beklemmend ist, denke ich, funktioniert es nur, wenn man sich hinsetzt und der Wahrheit ins Auge blickt. No worries! Macht ihr das gleich zu Beginn, habt ihr Luft, Ruhe und vor allem Kontrolle.

    Drei oder sechs Monate oder sogar ein Jahr haben gemeinsam, dass sie in Wochen und einzelne Tage zerhackt werden können. Ferien, Feiertage und Geburtstage stehen schon im Vorfeld fest und können somit ebenfalls eingeplant werden. Zeit mit der Familie oder mit Freunden ist so verdammt wichtig, denn seien wir ehrlich, die gemeinsame Zeit ist leider begrenzt.

    Realistisch sein, bitte. Tut euch selbst einen Gefallen und haltet die Wochenenden frei. Hütet euch davor, 24/7 als produktive Zeit vorzusehen, denn dann seid ihr schneller in Verzug als ihr 24/7 überhaupt sagen könnt. Damit will ich euch nicht verbieten, am Wochenende ein bisschen zu arbeiten, wenn ihr mögt – aber macht es nicht zu einem Zwang.

    Auch die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester empfehle ich freizuhalten, denn die Besuche in der Heimat verbringt man ja häufig eher mit Glühwein-Dates als vor dem Rechner. Und ihr werdet sehen: aus den Tagen, an denen ihr euch Abstand zu eurem Projekt gewährt habt, werdet ihr energiegeladen hervorgehen und neue Motivation haben!

    Ein Zeitplan hilft also, um die Wochen und Tage vor Augen zu haben, in denen man intensiv an dem Projekt arbeiten kann, wann man Geld verdienen muss, aber auch um sich auf die Auszeiten zwischendurch zu freuen. Zudem kann ich nur empfehlen, mehr Zeit für die einzelnen Schritte des Projekts einzuplanen, da die Puffer gut zur Entlastung waren. Am Ende war ich ohne Stress über eine Woche eher fertig mit allem und somit auch schneller erlöst.

    Wichtig ist also definitiv, dass ihr bei dem Zeitplan ehrlich zu euch selbst seid, euch realistisch einschätzt und großzügig plant.

    Sonntags oder montags habe ich mich meistens an die Feinplanung der folgenden Woche gemacht und drei Prioritäten festgelegt, die ich umsetzen wollte sowie einige weitere To-Dos, die unter nice-to-have fielen.

  4. Mehr Routine!

    Im Oktober kam ich gerade von einer langen Reise zurück und mir fehlte vor allem die Freiheit, die ich in dieser Zeit genossen hatte. Meine Energie schien vor dem Hintergrund, dass in Deutschland der kalte Winter und die Masterarbeit nahten, ziemlich schnell zu verpuffen. Davor hatte ich in Berlin gelebt und war Vollzeit arbeiten gegangen, mein letztes Unisemester lag also schon etwas zurück und jeder, der einmal raus war, wird wissen, wie schwierig es ist, wieder reinzukommen.

    Die Antwort auf meine Sorgen gab ich mir schnell selbst: ich brauchte eine neue Routine!

    Einen groben Tagesablaufplan, der es mir leichter machte, mich zu organisieren und bei dem ich selbst nicht zu kurz kam. Somit zimmerte ich mir eine Morgen- und eine Abendroutine, die zum Dreh- und Angelpunkt meines Tages wurden. Wie so etwas bei dem einzelnen aussieht, ist individuell. Mir war zum Beispiel wichtig, zeitig in den Tag zu starten und bereits den Vormittag vollends auszuschöpfen, weil es mir persönlich ein besseres Gefühl gab.

    Außerdem ist der Mensch ein Gewohnheitstier und wenn sich die Routine nach etwa dreißig bis fünfunddreißig Tagen eingespielt hat, geht vieles leichter von der Hand. Exemplarisch liste ich einfach mal ein paar Orientierungspunkte für eine Routine auf:

    • Zeitiger aufstehen, wenn ihr der Typ seid und ein Snooze-Verbot verhängen
    • Es nicht übertreiben! Vier bis sechs Stunden in der Bibliothek reichen meistens aus. Dann ist der Sauerstoff gefühlt eh verbraucht … ich brauchte meistens einen Locationwechsel! 🙂
    • Arbeits- und Lebensbereich voneinander trennen. Da ich mindestens einen von fünf Tagen im Home Office verbrachte, war es an diesen Tagen noch essenzieller, ein Ritual zu finden, um den Feierabend einzuläuten. Das ist  Yoga für mich. Und für euch?
    • Alternativen könnten sein, zehn Minuten aufzuräumen, einen kleinen Spaziergang zu machen, Joggen zu gehen oder zu meditieren. Wie viel Zeit ihr euch für das kleine Ritual nehmt, bleibt euch überlassen und kann variieren
    • Entschleunigt den nächsten Morgen durch dessen Vorbereitung am Abend zuvor
    • Kein Social Media mehr eine Stunde vor dem Schlafengehen.
    • Bei Einschlaf-Problemen: Geschichten aus der Kindheit anhören. Zum Beispiel die Harry Potter Hörbücher.
    • Es ist bestimmt kein Geheimnis, dass 7-8 Stunden Schlaf ein Top Energielieferant sind!

    Natürlich sind das an dieser Stelle nur Beispiele und für euch kann etwas ganz anderes perfekt sein – nur etwas Routine, glaubt mir, macht alles einfacher.

  5. Die Tagesaufgabe

    Wenn ihr euch groß ‚Masterarbeit‘ als Punkt auf die To-Do-Liste setzt, dann ist das Unterfangen schon zum Scheitern verurteilt. Darum: zerhackt das Großprojekt in einzelne Aufgaben und Kapitel und dann zerstückelt diese weiter in die nächstkleinere Einheit wie … äh, die Kannibalen in The Walking Dead ihre Opfer? Mir fällt kein passender Vergleich ein.

    Aufschreiben, vorstellen, umsetzen! Nehmt euch also eine Tagesaufgabe vor, die zeitlich machbar ist und schreibt diese auf. Orientiert euch dazu an den Prioritäten aus eurem Wochenplan (vgl. Punkt 3). Dann stellt euch vor, wie ihr eine der Aufgaben in drei Stunden bewältigt haben werdet. Und dann fangt an.

    Die Methode des Visualisierens ist mir beim Sport in den Schoß gefallen, als wir Squats mit der Langhantel gemacht haben und ich meinen Freund bei 120 Kilo beobachtet habe. Da hält er nämlich auch immer zuerst inne und stellt sich vor, dass er das schafft. Dieser Prozess bringt erstaunlich viel, nennt mich ruhig crazy Trelawney! Probiert es aus.

    Wenn ihr schneller als erwartet mit eurer Tagesaufgabe fertig seid, bietet es sich an, noch etwas zu beginnen, das nicht fertig werden muss oder zu überarbeiten. Fühlt sich gut an, sein Tagespensum zu schaffen, oder?

  6. Gute und schlechte Tage

    Nicht jeder Tag verläuft gleich gut! Das in den Kopf zu kriegen, ist aber ein richtiger Akt und die Motivation schneller im Keller, als man gucken kann. Dabei hat uns das intellektuelle Format GSZS doch vor allem eines in der Jugend gelehrt: auf Sonne folgt Regen und umgekehrt oder du hast Joe Gerner zum Feind, dann kannst du gleich einpacken.

    Nehmt es bitte nicht so schwer, wenn manche Tage einfach nicht gut laufen, denn meistens sind die Ansprüche an sich selbst auch in den Momenten hoch, in denen der Körper eigentlich suggeriert, dass man mal einen Gang zurückschalten sollte. Das ist bei allen Menschen so!

    Was auch immer das bei euch ist: Migräne, PMS, Muskelkater oder die Steuererklärung. No worries! Denkt an euren Zeitplan und die Puffer, die habt ihr ja nicht umsonst eingebaut! Und dann widmet euch dem rundum Self-Care-Sorglos-Paket.

  7. Das Leben: runter auf 40-70%

    Rechnungen, Wäsche, Einkauf… der Alltag lässt sich nicht auf’s Abstellgleis verfrachten, sondern will auch bedient werden. Sobald man seinen eigenen Haushalt führt, kommt einiges zusammen und wer noch den Luxus genießt, zuhause zu wohnen, darf sich nun auf die Schulter klopfen. Denn damit fällt ein ganzer Batzen Verantwortung weg.

    Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder alles, was anfällt, aufzuschieben, was beklemmende Gefühle fördert, an dem zusätzlichen Stress zu verzweifeln oder auf 40-70 Prozent bei der Bewältigung dieser leidlichen Aufgaben runterzufahren.

    Die Dinge sollen erledigt und nicht perfekt werden.

    Ich wiederhole: nicht perfekt! Gemacht, ja. Alles was nicht Partnerschaft, Freunde und Familie betrifft, könnt ihr ruhig mit ausreichend managen. Schließlich besteht nicht die Gefahr, dass die Putzteufel Christel und Rita von RTL II an der Tür klingeln.

    • Beispiel 1: ihr verschreibt euch und der Berg an Schmierpapier wächst in ungeahnte Höhen. Ich habe mir nun angewöhnt, Dinge einfach durchzustreichen, auch mal ein geknittertes Papier abzugeben und mich einfach nicht mehr darum zu stressen. Denn: wenn etwas falsch ist, wird die betreffende Person mit Sicherheit noch mal auf euch zukommen. Doch Überraschung: tun sie meistens nicht!
    • Beispiel 2: Sei es mit der Versicherung, dem Vermieter… manchmal schiebt man gerade sowas gerne auf. Oder drückt sich davor, gewisse Emails zu schreiben oder sogar zu öffnen! Wenn ihr damit Probleme habt, bewältigt diese gleich morgens als erstes, denn dann habt ihr sie weg und startet gleich mit gutem Gefühl in den restlichen Tag. Wer will schon stundenlang diese Gewitterwolke über sich schweben haben?

    Kurzum: hört auf, zu viel Energie und Perfektionismus in die alltäglichen Dinge zu stecken. 40-70 Prozent reichen aus. Schaut darauf, diese Dinge wenn möglich schnell abzuhaken, damit ihr mehr Zeit für das Wesentliche habt. Auch beim Haushalt: saugt und wischt mal durch, aber die Fenster könnt ihr auch noch nächsten Monat putzen!

  8. Kleine Helfer im Alltag

    Es gibt zahlreiche Tricks, um sich zu motivieren, doch was einem persönlich hilft, muss ausgetestet werden. Aus diesem Grund habe ich zahllose Dinge ausprobiert und entweder beibehalten oder verworfen.

    • Genug Trinken. Nein, nicht Tequila und auch mein geliebtes Monster Rehab habe ich runtergeschraubt – für die Motivation zwischendurch und um das Durchhängen zu vermeiden, empfiehlt sich Wasser oder ungesüßter Tee. Mich hat die App Water Drink ans Trinken erinnert und Kopfschmerzen hatten keine Chance!
    • Timer stellen. Immer, überall und für alles. Limitierte Zeit tut weniger weh als die Aussicht auf acht Stunden durchackern – Pausen einhalten!
    • Die Pomodoro-Technik. 25-30 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause. Immer abwechselnd.
    • Blaufilter installieren. Manchmal tun die Augen weh. Am Anfang der Bibliotheks-Sessions habe ich mir darum f.lux installiert, ein Programm, das die Farbeinstellungen des Laptops an den Sonnenstand des Aufenthaltsortes anpasst. Vielleicht was für euch?produktivität-motivation-notizbuecher-organisation-todoliste-mehr-schaffen-medienmaedchen
    • Produktivitäts-Bäumchen pflanzen. Mit der App Forest: Stay focused könnt ihr eure Produktivität pushen, wenn ihr viel zu oft am Smartphone hängt. Anfangs wählt ihr eine Zeit aus und in dieser wächst ein Bäumchen – wenn ihr jedoch ans Handy geht und damit die App verlasst, stirbt es!
    • Ebenfalls effektiv: das Smartphone in einen anderen Raum verbannen!
    • Sport, wenn ihr möchtet, oder raus an die Luft für einen Spaziergang. Bewegung tut gut.
    • Apropos Bewegung: eine Haltestelle früher raus und laufen könnt ihr euch auch durchaus gönnen. 10.000 Schritte am Tag und so (kriege ich leider auch viel zu selten hin, ich brauche einen Hund!!!!!!!!)
    • Macht euch eine Pinterest Pinnwand mit den motivierendsten Sprüchen, die ihr finden könnt und die ihr morgens nur durchscrollen müsst, um instant motiviert zu sein. Damit es nicht ausartet: Pin-it-Verbot!
    • Morgens, bevor die Arbeit beginnt, 20 Minuten lesen oder schreiben. Für euch! Ich finde, es gibt nichts Schöneres.
    • Musik? Es gibt zahlreiche Playlists auf Spotify, die auf Fokus und Motivation ausgelegt sind – einfach mal leise im Hintergrund laufen lassen.
    • Kleine Siege und Meilensteine feiern! Ihr habt das super gemacht und könnt über den Fortschritt stolz sein. Macht was Schönes, bestellt Sushi oder telefoniert lange mit einer Freundin.
    • Denkt euch Belohnungen als Ansporn aus – jetzt! Bei mir war das ein Buchkauf-Freifahrtschein für die Leipziger Buchmesse… es ist auch ein bisschen eskaliert, aber das war in Ordnung!
  9. Pausen-Dates

    Nutzt eure Pausen, um Energie zu tanken und euch mit Menschen zu umgeben, die euch gut tun. Entweder sie liefern euch Inspiration und Input oder sie sorgen dafür, dass ihr eure Arbeit eine Weile vergesst.

    • Sagt Stopp zu den Energieabsaugern!

    Damit scheiden genau die Menschen aus, die euch mit ihren Problemen und ihrem Stress vollheulen. Sorry, wenn das jetzt hart klingt, aber der Kopf muss auch mal abschalten und das kann er nicht, wenn Freund Fritz davon überzeugt werden muss, dass sein Leben gar nicht so scheiße ist, wie er es gerne darstellt. Vor allem weil das häufig vergebene Liebesmüh‘ ist.

    • Das Gleiche gilt für Medien

    Auch ein Fangirl sollte die Pausen nicht ausarten lassen, sondern sich beim Hörbuch hören, einer Sitcom und dem Lesen einen Timer stellen. Ebenso ist es mit Inhalten, die emotional fordern, denn meistens ist etwas Seichtes und Aufheiterndes besser geeignet. Wenn ihr in eurer Pause The Notebook guckt und dabei flennt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn es danach nicht mehr produktiv weitergeht. Besser ist sowas wie Girlboss.

    • Zeit mit euch allein

    Oder ihr wählt eine Pause mit euch allein, einer Tasse Tee und euren Gedanken, macht Sport oder geht raus in die Natur.

    Probiert einfach aus, was euch am meisten hilft. Pausen sind ein Muss und sollten niemals vergessen werden.

  10. Bonus: Das Worst-Case-Szenario

    Manchmal hilft es, darüber nachzudenken, was im schlimmsten Fall passieren könnte und dabei dann zu merken, dass es immer eine Lösung gibt. Mir zumindest. Zunächst war das ungewohnt, denn ich habe eine blühende Fantasie und fürchtete, das Ganze würde mir das Genick brechen oder mich in Angst zerfließen lassen.

    Wenn ich es nun nicht schaffen sollte, die Masterarbeit zu schreiben – glaubt mir, sowas schafft man irgendwie – was würde dann passieren? Ich hätte immer noch den Bachelor. Ich konnte mich auch damit gut verkaufen. Plan B und C in der Hinterhand zu haben, kann manchmal beruhigend wirken, auch wenn es nie zu ihrer Umsetzung kommt. Doch häufig malt man sich das Leben um einiges dramatischer, als es letztendlich ist.

    Der Mensch ist ein Stehaufmännchen!

    Auch aus Niederlagen lässt sich lernen, aber ich bin überzeugt, dass ihr schafft, was ihr euch vornehmt. Seid einfach nicht so streng mit euch: wir leben so viele Jahre in diesem einen Körper – wieso behandeln wir ihn dann nicht besser und stressen uns so viel um die Dinge, die wir eh irgendwie hinkriegen? Gebt euer Bestes, aber gebt euch und das, was ihr zum Glücklichsein braucht, nicht auf.

Was sind eure Tipps für Produktivität und Motivation? Und was steht bei euch als nächstes großes Projekt an?

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5 Comments

  1. 8. Mai 2017 / 7:52

    Was für ein toller Beitrag! Wirklich sehr hilfreich und motivierend! Gerne mehr davon. 🙂
    Vieles von dem, was du gesagt hast, hat mir vor nicht allzu vielen Wochen dabei geholfen, meine Hausarbeiten zu wuppen und es gibt nichts besseres, als zu merken, dass ab einem gewissen Zeitpunkt ein Projekt Früchte trägt. Mein nächster Meilenstein ist eine mündliche Prüfung, bei der mir jetzt schon schlecht wird, wenn ich daran denke. Aber auch das wird vorbei gehen und man lacht drüber!

    • 8. Mai 2017 / 9:41

      Vielen Dank, Maren, das freut mich seeeehr! 🙂
      Ja, den Fortschritt mitzukriegen – auch was die eigene Arbeitsweise angeht – ist wirklich cool. Habe mich auch ziemlich gemausert durch die ganzen Hausarbeiten im Master, das war eine gute Übung… ich hoffe, es geht dir dann am Ende auch so!
      Oh Gott, mündlich, da wäre ich auch nervös… bei mir stehen ja jetzt auch Gespräche wegen Job an. Kann das also voll verstehen und drehe auch schon am Rad, aber wir schaffen das!!

      Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn man drüber lachen kann! 🙂
      Liebe Grüße
      Laura

  2. 9. Mai 2017 / 12:09

    Oh man das klingt alles so einfach… aber ist es ja im Prinzip auch! Ich bin auch ein Fan vom Worst-Case, wenn man sich den vor Augen führt ist man gleich nur halb so gestresst 😀
    Danke für den umfangreichen Artikel, der mich gleich perfekt von der MAsterarbeit ablenkt, who cares!

    Ahoi, Katharina 🙂

    • 9. Mai 2017 / 12:36

      Es ist definitiv ein Prozess, das geht leider nicht von heute auf sofort, schließlich sind wir alle Gewohnheitstiere. 🙂 Vielen Dank an dich und viel Erfolg bei deiner Masterarbeit! 🙂
      Liebe Grüße
      Laura

  3. Tanja V.
    30. Mai 2017 / 15:11

    Ich bin durch diesen Beitrag auf deinen Blog gestoßen 😀 Also 1) Finde ich dein Design total hübsch und musste dich auch gleich mal auf Instagram besuchen und 2) Fand ich den Artikel sehr hilfreich, mit super Tipps und sehr interessant geschrieben. Danke dafür 🙂 Hier schaue ich in Zukunft öfter vorbei!

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