Reise- & Buch-Tipp: Kroatien

Letztes Wochenende habe ich einen Kurztrip nach Kroatien gemacht. Da ich nächstes Jahr für längere Zeit nach Kanada gehen werde und ich dafür hart am Sparen bin, war das mein einziger richtiger Urlaub in diesem Jahr. Die Reise war zwar kurz, aber dafür sehr schön. Heute möchte ich euch gerne einen Einblick in meinen Urlaub geben und euch vielleicht ein wenig für Kroatien begeistern, falls ihr noch nicht da gewesen seid. Und da das Ganze hier ein Medienblog ist, gibt’s am Ende natürlich auch noch eine passende Buchempfehlung.

Zadar_Titel

Mein Urlaub führte mich an die kroatische Adria-Küste, genauer in die kleine Hafenstadt Zadar. Wir hatten uns dafür entschieden, da Ryanair den dortigen Flughafen von Berlin aus anfliegt. Das war dann vermutlich auch der kleinste Flughafen, den ich je gesehen habe, gefühlt gab es nur ein Gate und der Bus in die Stadt fuhr auch nicht allzu häufig, Aber wir haben ihn direkt nach Ankunft erwischt und waren innerhalb von 15 Minuten in Zadar am Busbahnhof. Meer

Wir hatten unsere Unterkunft über Airbnb gebucht, und unser Gastgeber war wirklich super. Wir haben uns die Wohnung noch mit zwei anderen Personen geteilt, natürlich Deutsche, denn wie wir besonders intensiv in diesem Urlaub festgestellt haben, die Deutschen sind überall! Mein größtes Problem in einem neuen Land ist meistens die Währung (falls sie nicht Euro ist selbstverständlich) und Kroatien hatte mit seinen Kuna einen großartigen Umrechnungswert von ungefähr 7. Ich bin jetzt der Meister im Teilen durch 7. Wer das kleine 1×1 nicht mehr so gut beherrscht, die 7er-Reihe vorher am besten nochmal üben.

Ganz besonders gut gefallen hat mir die Altstadt von Zadar. Lauter kleine verwinkelte Gassen mit süßen Restaurants und Shops. Auch wenn der Tourismus hier natürlich präsent Einzug gehalten hat, fand ich es einfach Zadar!wunderschön. Und da die Altstadt eine Halbinsel ist, kommt man (fast) egal in welche Richtung man läuft immer irgendwann ans Wasser. Und das Wasser in Kroatien ist wirklich unglaublich klar! Man kann bis auf dem Boden schauen, selbst wenn es schon etwas tiefer ist. Zum Baden empfiehlt es sich allerdings schicke Badeschuhe zu tragen, da es keinen Sand gibt, sondern alles nur Kies und große Steine. Das ist vielleicht auch der einzige Punkt der mich nicht vollends überzeugt hat, denn es ist nicht besonders bequem am „Strand“ im Kies zu liegen. Aber das wussten wir bereits vorher und es war zu verschmerzen. Etwas befremdlich war es allerdings, dass die Menschen auch in der Altstadt mit ihren Handtüchern am Wasser liegen und dort baden gehen, wo Zadar3_Bandere entlang flanieren. In der Altstadt kann man auch sehr gut den wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Besonders romantisch ist das wahrscheinlich allerdings eher nicht, denn sehr viele andere Touristen haben meist die gleiche Idee. Vor allem dort wo sich die Besonderheit Zadars – die Seeorgel – befindet, ist es immer sehr voll. Die Seeorgel sollte man sich aber auf jeden Fall mal angehört haben, deren Geräusche durch die Wellen entstehen.

Falls jemand sich zukünftig für eine Reise nach Zadar entscheiden sollte, kann ich auch nur empfehlen einen Ausflug in die nahegelegenen Nationalparks zu machen. Wir haben uns nach einiger Recherche für den Nationalpark Paklenica am Rande des 2000-Seelenortes Starigrad entschieden. Der Nationalpark befindet sich auf dem südlichsten Teil von Velebit, dem größten Gebirge des Dinarischen Massivs.

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Wir sind durch eine Schlucht gewandert und haben einige Höhenmeter hinter uns gebracht. Die Aussicht war wirklich faszinierend und wir hatten Glück, dass es an diesem Tag nicht so heiß war, sonst wäre der Aufstieg unmöglich gewesen. Man sollte sich allerdings gut über die An- und Abreisemöglichkeiten zu den Städten bzw Nationalparks informieren. Sonst landet man auch schnell im Taxi und das kann teuer werden, wenn man nicht wie wir glücklicherweise einen Kroaten zum Übersetzen dabei hat. Und auf jeden Fall genug Zeit einplanen, wir waren ca. 4 Stunden unterwegs, und das war dann doch etwas wenig.

Generell würde ich empfehlen überwiegend die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, für uns hat das sehr gut geklappt und war auch wirklich preiswert. Für ein 2-Fahrten-Busticket Zadar6haben wir umgerechnet gerade mal etwas mehr als 2 Euro bezahlt, dank eines Tipps unseres Gastgebers (die Tickets am Kiosk kaufen, nicht im Bus). Beim Essen fiel die Auswahl häufig gar nicht so leicht, da es viele süße Restaurants gibt, die aber auch nicht unbedingt günstig sind. Wer Meeresfrüchte mag, sollte die auf jeden Fall probieren. Risotto scheint auch ein sehr typisches Essen für Kroatien zu sein, wir haben es jedenfalls auf jeder Karte gefunden. Insgesamt hat es sich auf jeden Fall gelohnt, 4 tolle Tage in Kroatien zu verbringen. Irgendwann sieht man sich bestimmt mal wieder.

Und nun zum Buchtipp

Das Buch passt natürlich ganz hervorragend zum Kroatien-Urlaub. Es handelt sich um Jeden Tag, Jede Stunde von Natasa Dragnic. Es ist schon einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe, aber nach dem Urlaub fiel es mir irgendwie wieder ein. Es war mir in guter Erinnerung geblieben.

Der Roman handelt von Dora und Luka, die als Kinder unzertrennlich waren. Unzählige Sommertage verbrachten sie gemeinsam am Felsstrand eines kleinen kroatischen Fischerdorfs. Doch inzwischen sind 16 Jahre vergangen, in denen sie sich nicht gesehen haben. Dora zog vor vielen Jahren mit ihren Eltern nach Frankreich, Luka blieb in Koatien zurück, nun treffen sie sich überraschend in Paris wieder. Das verspricht eine ganz besondere Liebesgeschichte zu werden.

Zadar

Also alle die noch auf der Suche nach einer Urlaubslektüre sind und ein bisschen Lust auf Herzschmerz haben: hier seid ihr an der richtigen Adresse!

Wohin ging/geht euer Urlaub dieses Jahr? Habt ihr Tipps für preiswerte Trips?

Eure Lisa

 

1 Comment

  1. 14. August 2016 / 13:22

    So schön! Ich will seit einer Weile auch schon nach Kroatien 🙂

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