Review: Ich bin dann mal weg

Wir haben es seit Ewigkeiten mal wieder geschafft. Ich war mit meinen Eltern im Kino, und sogar in einem Film der uns alle drei mehr oder weniger interessiert hat. Für gewöhnlich geh ich eher mit meiner Mama ins Kino, aber Papa ließ sich diesmal auch überzeugen. Wegen der schönen Landschaften, wie er selbst sagt. Also, was haben wir uns angeschaut? Hape Kerkelings Romanverfilmung Ich bin dann mal weg selbstverständlich. Das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, steht jetzt aber auf jeden Fall ganz oben auf meiner Liste. Ich selbst würde es wahrscheinlich nie schaffen, diesen Weg zu gehen, trotzdem bin ich immer wieder fasziniert von den Geschichten, die das Leben schreibt.

Worum geht’s?

Hape Kerkeling merkt, nachdem er einen Hörsturz und eine Gallenblasen-Op hinter sich hat, dass er an seinem Lebensstil etwas ändern muss. Dank Shirley MacLaine kommt er auf die Idee die Pilgerreise nach Santiago de Compostela anzutreten. 2001 begibt er sich auf dem Camino Francés mit vielen anderen Pilgern auf die Reise. Zunächst ist ihm nicht klar, wonach er eigentlich auf der Suche ist. Die Unterkünfte der Pilger machen ihn wahnsinnig, deswegen steigt er immer öfter in komfortablen Hotels ab. Seine schlechte körperliche Verfassung macht es ihm noch schwerer, die erste Zeit der Selbstzweifel zu überstehen.

Ich bin dann mal weg

Lohnt es sich?

Hape Kerkeling lernt auf seinem Weg erwartungsgemäß einige Leute kennen, die alle ihre ganz eigene Geschichte mit auf die Reise gebracht haben. Zunächst ist er allein unterwegs, was ihm gar nicht passt. Doch nach einigen Ereignissen und Selbstzweifeln, die ihn fast abbrechen lassen, verbündet er sich mit Lena und Stella. Vor allem Stella kämpft mir ihrer eigenen Geschichte und denkt öfter daran aufzugeben. Doch gegenseitig geben sich die drei immer wieder Kraft. Zwischendrin werden immer wieder Szenen auf Hapes Vergangenheit eingeblendet, besonders seine Omma bereitet mir immer wieder Freude. Hape setzt sich bereits als Kind mit der Frage nach Gott auseinander. Diese Gedanken begleiten ihn auch immer wieder auf seinem Weg.

Fazit

Hape Kerkeling hat es aufgrund der großen Altersdifferenz abgelehnt, sich selbst zu spielen. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, obwohl auch Devid Striesow eine gute Figur abgegeben hat. Am Ende fand ich es weniger „tiefgründig“ als ich es erwartet hätte, trotzdem kann man Hape Kerkelings Gründe gut nachvollziehen. Hut ab dafür, dass es das so durchgezogen hat. Mir hat besonders das Zusammenspiel mit Lena und Stella gut gefallen. Und natürlich waren auch die Landschaften sehr beeindruckend. Ist also auch Papa auf seine Kosten gekommen. Für mich auf jeden Fall eine ganz klare Empfehlung!

Was sagt ihr? Hat euch der Film gefallen? Hättet ihr auch lieber Hape Kerkeling selbst in der Hauptrolle gesehen?

Eure Lisa

 

1 Comment

  1. 8. Januar 2016 / 17:34

    Liebe Lisa,
    dein Bericht zur Buchverfilmung ist sehr interessant. Das Buch habe ich bereits gelesen, den Film nach Weihnachten besucht. Vermutlich hätte ich es andersherum machen sollen (so wie du), denn leider bin ich von der Buchverfilmung enttäuscht. Der Film ist auf jedenfall sehenswert, aber wenn man das Buch gelesen hat, vermisst man doch einige „tiefgründigere Szenen“ oder andere interessante „Szenen“ aus dem Buch. Die Hauptrolle wird übrigens gut wiedergegeben, genauso habe ich Hape Kerkeling in seinem Buch verstanden.
    Mein Lebenstraum ist schon lange eine Pilgerreise auf dem Camino de Santiago, den ich 2018 verwirklichen möchte und enorm gewachsen ist, nachdem ich das Buch gelesen habe. Also Vorsicht ;-).
    Ich wünsche dir ein entspanntes Wochenende, liebe Grüße …. Claudia

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