Kinoreview: Nocturnal Animals

Überraschung, ich lebe noch! Einige haben vielleicht schon nicht mehr daran geglaubt, aber hier bin ich! In den letzten Wochen war ich leider ziemlich von meiner Masterarbeit und der Planung einer ziemlichen großen Reise eingenommen, weswegen es hier ziemlich still um mich geworden ist. Zum Glück habe ich ja aber die liebe Laura, die die weiterhin fleißig ihre Eindrücke mit euch geteilt hat.

Jetzt zum eigentlichen Thema. Mein erster Kinobesuch im Jahr 2017: Nocturnal Animals. Der Film wurde so überschwänglich angepriesen, dass ich ihn unbedingt sehen musste. Und welche Tag bietet sich dafür besser an als der Kinodienstag? Also nichts wie hin.

In den Hauptrollen des von Tom Ford produzierten Films sind Amy Adams und Jake Gyllenhaal zu sehen. Amy Adams finde ich großartig und sie hat auch hier wieder überzeugt. Bei Jake Gyllenhaal bin ich mir immer nicht so recht sicher, ob ich ihn nun mag oder nicht. Hier hat er aber auf jeden Fall durch seine Vielseitigkeit überzeugt.

nocturnalanimals

Die Handlung

Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Der Film spielt in zwei Welten. Einerseits in der Realität, andererseits findet sich der Zuschauer in der Szenerie des Romans wieder, den Edward geschrieben, und seiner Ex-Frau Susan zugeschickt hat. Susan, die von ihrem aktuellen Ehemann betrogen wird, vertieft sich in die Lektüre und wird in eine Welt geworfen, die ihr mehr als zusetzt.

Der Clou an der Sache: Edward hat den Roman seiner Ex-Frau gewidmet. Die Geschichte handelt von den beiden, in früheren Zeiten und ihrer Tochter, die es (anscheinend) nie gegeben hat. Die drei werden auf der Fahrt in den Urlaub in ein grausames Verbrechen verwickelt.

Mein Eindruck

Am Anfang war mir nicht ganz klar, was jetzt eigentlich wirklich passiert ist und was nur Fiktion ist. Aber das löst sich relativ schnell auf. Es ist beeindruckend, wie die Spannung zwischen den beiden Welten den ganzen Film über aufrecht erhalten wird. Die unterschiedlichen Zeiten sind perfekt aufeinander abgestimmt.

Besonders gut gefallen hat mir das gesamte Szenenbild. Was natürlich nicht verwunderlich ist, wenn man betrachtet, dass der Film von Tom Ford, seines Zeichens Modedesigner, stammt. Extrem ausgefallen war die Anfangsszene, in der ziemlich dicke, ziemlich nackte Frauen, ziemlich lange tanzen. Was mich am Anfang verwirrt hat, hat am Ende aber irgendwie Sinn ergeben.

Im Kino meinte ich in der letzten Szene „Das kann noch nicht der Schluss sein, sonst hab ichs nicht gecheckt!“. Und tatsächlich hab ich ein paar Momente gebraucht, bis ich so ganz verstanden habe, was nun eigentlich die Aussage des Films war (und so ganz sicher bin ich mir da immer noch nicht). Wer hier auf eine Wendung mit Paukenschlag à la Gone Girl hofft, wartet vergebens. Die Erkenntnis des Romans und des ganzen Films kommt schleichend, und dann auch wieder schlagartig, zumindest für die Protagonistin.

Wen das jetzt verwirrt hat, der sollte sich den Film auf jeden Fall anschauen. Es lohnt sich! Schon allein wegen der schönen und eindrucksvollen Amy Adams.

Habt ihr den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen?

PS. Noch ein paar Worte zu meiner bisherigen und auch meiner zukünftigen Abwesenheit. Laura hat es ja bereits erwähnt, in wenigen Tagen werde ich meine Masterarbeit abgeben und dann beginnt für mich das nächste Abenteuer: Kanada! Daher werde ich das Feld hier räumen und Laura die Bühne alleine überlassen! Sie rockt das auch ohne mich.

Eure Lisa

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