Rezension: Dem Horizont so nah von Jessica Koch

Ich hab mich vor Kurzem mal wieder durch den Amazon eBook Store durchgeklickt und bin nach einigen Seiten, doch wieder bei der Nummer eins in der Bestsellerliste gelandet. Im Moment ist das Dem Horizont so nah von Jessica Koch. Die Bewertungen waren sehr gut und die Beschreibung klang nach einer seichten Liebesgeschichte, die perfekt zu den ersten Sommertagen gepasst hätte. Welch schwere Kost mich in diesem Buch erwartete, ahnte ich da noch nicht.

Worum geht’s?

Wir befinden uns im Jahr 1999. Jessica lebt ein behütetes Leben mit ihrem Hund Leica in ihrem Elternhaus und hat gerade ihre Ausbildung begonnen. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Vanessa auf der Cannstatter Wasen unterwegs ist, lernt sie Danny kennen und alles ändert sich. Zunächst mag sie ihn gar nicht, weil er sich wie ein typischer arroganter Schönling benimmt. Und trotzdem oder gerade deswegen zieht er sie in seinen Bann. Kurze Zeit sehen sie sich im Club wieder, sie ist betrunken, er spielt den Helden und bringt sie nach Hause. Doch dann kommt der böse Streit, weil er zu abweisend ist und Jessica aus seinem Leben ausschließt. Doch die Versöhnung lässt nicht lange auf sich warten und die beiden beginnen eine Beziehung. Allerdings ist Jessica die ganze Zeit klar: Danny verheimlicht ihr etwas.

Im Laufe der Zeit erfährt sie alle seine Geheimnisse und die seiner Mitbewohnerin. Jessica ist nach der Offenbarung von Dannys größtem Geheimnis drauf und dran zu verschwinden, aber sie kann ihn einfach nicht im Stich lassen. Obwohl sie das Gefühl hat, damit sogar ihr eigenes Leben zu riskieren. Und trotzdem kämpft Jessica bis zum Ende um ein Happy End, wenn das nicht wahre Liebe ist.

Tatsächlich habe ich am Anfang einfach erwartet, dass Danny sich klassischerweise irgendwie daneben benimmt und Jessica zurückgewinnen muss. Aber was dann kam, war ganz schön krass, hat mich ziemlich überrumpelt und auch ganz schön mitgenommen. Dieses Buch war bei weitem nicht nur eine schnöde Liebesromanze. Es ist wirklich schockierend, wie viel Leid manche Menschen ertragen müssen und trotzdem einen Weg finden, weiter zu machen.

Fazit

Besonders nah ging mir dir Geschichte, als ich mitbekommen habe, dass sie autobiographisch ist. Das macht das Ganze noch schwerer zu verdauen. Ich hab das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, weil ich einfach wissen musste, wie es ausgeht. Ich möchte an dieser Stelle jedem selbst die Möglichkeit geben, herauszufinden, ob es ein Happy End gibt.

Ich würde das Buch auf jedem Fall jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer mitreißenden Liebesgeschichte ist, die einen ganz besonderen und tiefgründigen Hintergrund hat und nicht nach dem allseits bekannten Schema X abläuft. Aber man sollte sich auch auf einige schockierende Momente gefasst machen.

Kennt ihr das Buch? Lest ihr gern autobiographische Romane?

Eure Lisa

4 Comments

  1. Magda
    3. Juni 2016 / 22:19

    Ich habe das Buch jetzt auch gelesen. Danke für die Empfehlung 🙂 ich weine ja nicht so oft bei Büchern, aber hier war es mal wieder so weit.
    Am 22.6. erscheint ein neues über die Kindheit von Danny.

    • Lisa
      3. Juni 2016 / 22:45

      Meine liebe Magda, ich war auch kurz davor. Aber es freut, dass dir das Buch gefallen hat.
      Und danke für die Info, da bin ich schon ganz gespannt! Da kommt sicher noch einiges tragisches zu Tage.

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