Rezension: Entführt – Bis du mich liebst von Mila Olsen

Aufgrund vieler guter Bewertungen auf Amazon habe ich kürzlich den Roman Entführt – Bis du mich liebst von Mila Olsen gelesen. Nachdem mich Amazon-Bewertungen in letzter Zeit nicht enttäuscht hatten, hoffte ich, dass ich auch bei diesem Buch genauso begeistert sein würde.

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Zur Story

Ehrlich gesagt, sagt der Titel schon ziemlich eindeutig aus, worum es in dem Buch geht. Die Teenagerin Louisa lebt mit ihren vier Brüdern in einem winzigen Kaff mitten in der Wüste Nevadas und sehnt sich dringend nach etwas mehr Aufregung in ihrem Leben. Als diese Aufregung in der Schule etwas eskaliert, beschließen ihre Brüder gemeinsam mit ihren einen Sommer-Camping-Wander-Urlaub zu unternehmen. Genau das, was sich Teenager wünschen.

Im Nationalpark angekommen, gibt es direkt den ersten Streit zwischen Louisa und ihrem ältesten Bruder. Und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Louisa wird im Nationalpark-Store vom äußerst attraktiven Brendan angesprochen. Er bringt sie zu seinem Camper und entgegen ihrem Bauchgefühl steigt Louisa ein. Als sie wieder zu sich kommt, hat Brendan sie in die Weiten Kanadas entführt.

Brendan macht ihr relativ schnell klar, dass er ihr nichts tun wird. Er will nur mit ihr zusammen sein, für den Rest seines Lebens. Zunächst ist Louisa sehr abwesend, da sie ihm verständlicherweise nicht traut. Mit der Zeit lernt sie Brendan und seine erschütternde Vergangenheit besser kennen und wird dadurch in ein Chaos der Gefühle gestürzt.

Meine Meinung

Zunächst einmal, was lernen wir daraus? Nicht zu fremden Männern in den Camper steigen, egal wie gut sie aussehen. Ich muss zugeben, ich war nicht hundertprozentig genauso begeistert wie die meisten Leser auf Amazon. Ich hab das Buch zwar innerhalb weniger Tage durchgehabt und ich finde es auch wirklich gut geschrieben, aber das Ende war mir einfach zu viel des Guten.

Ich würde sagen, die ersten 80 Prozent des Buchs haben mir wirklich gut gefallen. Ich fand die Geschichte sehr spannend und wollte auch unbedingt wissen, ob Louisa die Flucht gelingt. Aufgrund meiner Krimi-Sucht ist mir das Stockholm-Syndrom natürlich auch nicht unbekannt, aber ich glaube, dass die Autorin hier nochmal auf einer anderen Schiene gefahren ist. Louisa hat für Brendan Gefühle entwickelt, weil sie ihn und seine Vergangenheit kennengelernt hat und er hat ihr zu keinem Zeitpunkt absichtlich körperlich wehgetan hat. Trotzdem konnte ich ihre Entscheidungen gegen Ende hin nicht mehr nachvollziehen.

Fazit

Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, vielleicht bin ich persönlich einfach nicht romantisch genug veranlagt. Spannend war es bis zum Ende. Falls jemand von euch das Buch bereits gelesen hat, würde mich eure Meinung zu Louisas Entscheidungen interessieren.

Eure Lisa

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