Serien der 2000er – Sieben Gründe für „King of Queens“

Ich hatte als Schüler einen straffen Stundenplan. Allerdings stand der nicht in meinem Hausaufgabenheft sondern in der Fernsehzeitung. Als ich meinen ersten Fernseher bekam, eröffnete sich mir die Welt des After-Schule-TV-Programms. Ich muss schon zugeben, ich habe recht viel ferngesehen, wenn nicht gar zu viel (was mit den Jahren aber glücklicherweise auch weniger geworden ist).

Ich wusste ganz genau, wann auf welchem Sender welche Serie lief. Vor allem war ich ein begeisterter Sitcom-Fan (bis auf die Momente, in denen man bewusst diese eingespielten Lacher wahrnimmt. Vermeidet diesen Gedanken mit aller Kraft – es ist wie das Ticken einer Uhr, wenn man Schlafen will).

Der absolute Favorit meiner frühen Serien-Erfahrungen ist „King of Queens“. Für alle, die damit nichts anfangen können: „King of Queens“ basiert auf denselben Grundzutaten wie fast alle amerikanischen Sitcoms: Fetter Mann, hübsche Frau und ihr Eheleben, das um die Couch herum aufgebaut ist. Doch „Kings of Queens“ bietet einiges mehr als den abgedroschenen Einheitsbrei á la „Immer wieder Jim“ oder „Still Standing“ (Oder „Mike und Molly“, nur dass darin beide Eheleute dem amerikanischen Gewichtsstandard entsprechen).

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Hier sieben Gründe, warum ihr „King of Queens“ mindestens einmal gesehen haben solltet

1. Kevin James

Ein Mann mit Wiedererkennungswert und Talent. Kevin James ist einer der wenigen Sitcom-Schauspieler seiner Zeit, die mit solch einem individuellen, großen Repertoire an Mimik und Gestik glänzen können. Dass er damit den Nerv vieler Zuschauer traf, zeigen seine Rollen in verschiedenen Kinoproduktionen (Am besten immer noch bei „Hitch – der Datedoktor“).

2. Doug and Carrie, Doug and Carrie, Arthur, Arthur, Arthur, Arthur!

Auch Leah Remini und Jerry Stiller können in ihren Rollen als Vater-Tochter-Gespann mit hohem Streitfaktor überzeugen. Die Charaktere haben genau das richtige Maß an Tiefe und Komik, die Spielraum für Weiterentwicklung lassen.

3. Gute Jokes und verdiente Lacher

Die Witzewelt wird vielleicht nicht revolutioniert, aber in der Welt von „King of Queens“ einmal ordentlich durchgeschüttelt und gut portioniert dem Zuschauer serviert. „King of Queens“ bewegt sich galant zwischen Gürtellinie und Running Gags, die auch beim zehnten Mal noch amüsant sind. Und gerne und oft zitiert werden, bis die eigenen Freunde genervt sind.

4. Deacon, Spencer und Co.

Der Zuschauer ist nicht, wie in vielen anderen Sitcoms, gefangen in vier Wänden. Ganz im Gegenteil, viele schräge Nebenhandlungen von Dougs Freunden lockern die Serie auf. Es gibt ungewöhnlich viele Settings und eigensinnige Nebencharaktere, die Dougs und Carries Leben Würze verleihen.

5. Donuts, Ice-Cream und Chips

Ich kenne kaum eine Serie in der so oft so viel Essen zu sehen ist. Das ist eigentlich eher ein negativer Punkt, denn ich bekomme jedes Mal Appetit, wenn ich Doug Donuts essen sehe.

6. Lernen fürs Leben

„King of Queens“ ist nicht nur für das Amüsement des Volkes da, es lehrt auch wichtige Lebensweisheiten. Zum Beispiel, dass man seinen Schwiegervater vielleicht besser nicht in seinem Keller wohnen lassen sollte. Oder dass man selbigen im Notfall auch von einer Hundesitterin betreuen lassen kann.

7. Ein würdiges Serienfinale

Mit dem Ende einer lang geführten Serie ist das ja so eine Sache. Für manche so eine schwierige, dass sie es lieber ignorieren als diesen Schritt zu wagen. Doch „King of Queens“ lässt sich auch da nicht lumpen. Wenn Schluss ist, ist Schluss, und das ist auch gut so. Nach 9 Staffeln Bauchmuskeln durch Lachflashs erlebt die Serie seine letzte Klimax, bevor sich die Pforten von Queens schließen und Doug seinen neuen Job als Kaufhauscop und Zoowärter annimmt.

Für „King of Queens“ bürge ich mit meinem Namen: Schauen lohnt sich!

Eure Anne

1 Comment

  1. Lisa
    7. Juli 2015 / 23:41

    King of Queens hab ich auch immer geguckt. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch „Immer wieder Jim“, „Still Standing“ und „Mike und Molly“ gerne gucke. Vor allem Melissa McCarthy hat so langsam das gleiche Komik-Kaliber wie Kevin James erreicht. Zusammen wären sie sicher großartig! 😉

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