Spinat-Cannelloni mit Pinienkernen

Ich experimentiere ja gern etwas in der Küche herum und freue mich, wenn sich die Chance bietet, mal etwas Neues zu probieren. So auch, als letztens im Penny sämtliche San Fabio Produkte (Schleichwerbung…) im Angebot waren. Ich hätte den kompletten Bestand an lustig aussehenden Nudeln aufkaufen können. Doch besonders interessant fand ich die Cannelloni. Da ich schon länger auf der Suche nach einem leckeren Cannelloni-Rezept war, landeten die hohlen Röhrchen auch gleich in meinem Korb und zwei Tage später in meinem Ofen.

Da Cannelloni mit Hackfleisch-Bolognese (was die „klassischen“ Cannelloni ausmacht) im Prinzip wie eine etwas andere Lasagne zubereitet werden, entschied ich mich für eine alternative Füllung. Und da zu meinem Glück auch der Blattspinat im Angebot war, gab es Cannelloni mit Spinat-Sahne-Füllung, Pinienkernen, Bechamel und natürlich ganz viel Parmesan (endlich mal wieder ein Grund überall Käse einzurühren).

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Ich war ehrlich gesagt auch ziemlich aufgeregt und hatte Angst, dass mein aufwendig zelebrierter Kochvorgang mal wieder für die Hunde war, weil irgendetwas nicht klappte. Um das zu erklären, muss ich etwas abschweifen und in alten Zeiten schwelgen (vor ca. 2 Wochen)…

Ich hatte auf Eat Smarter schon länger ein super aussehendes Rezept für eine Makkaroni-Torte ins Auge gefasst und mich tierisch drauf gefreut, es endlich auszuprobieren. Am Tag der Tage, der so etwas wie einen Anlass für ein aufwendigeres Abendbrot bot, wagte ich mich an die herzhafte Torte. Weil ich unbedingt wollte, dass meine Torte wie ein Guglhupf aussieht, habe ich meine Nudel-Soßen-Mischung in meine große Guglform gefüllt und voller Erwartungen in den Ofen gesteckt. Die Kamera stand schon bereit, das nudelige Wunderwerk für den Blog festzuhalten. Als ich die Form aus dem Ofen holte, war auch alles noch im Lot. Der Käse war herrlich braun und der Auflauf duftete unheimlich gut. Als es jedoch ans stürzen ging (was man beim original Rezept nicht tun musste, da dort eine normale Springform verwendet wurde), da ging mein Plan etwas nach hinten los. Denn anstatt sich in einer wunderschönen Guglhupfform auf dem Blech zu präsentieren, klatschte erst der untere Teil meines Auflaufs auf den Untergrund, gefolgt von nicht mehr ganz in Kuchenform gebrachten Makkaroni. Zum Schluss hatte ich ein Backblech voll mit einem undefinierbaren Haufen Makkaroni. Es war mehr als enttäuschend. Daran hatte ich lange zu knabbern (geschmeckt hat’s ja trotzdem).

Deswegen hoffte ich inständig, dass mein zweites Pasta-Experiment doch ein ansehnlicheres und natürlich auch leckeres Ergebnis lieferte.

Und es hat funktioniert. Halleluja.

Auch wenn mir nach 11 Röhrchen die Füllung ausgegangen ist. Aber problemlösungsorientiert wie ich bin, habe ich schnell noch eine Tomatenmischung zubereitet, die mindestens genauso lecker war. Und nun, um euch nicht länger auf die Folter zu spannen, das Rezept:


Zutaten

125g Cannelloni

Spinat-Füllung:

300g Spinat

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

1oo ml Sahne

25g Pinienkerne (alternativ tun es auch Sonnenblumen- oder Kürbiskerne)

Salz & Pfeffer

Parmesan

Tomaten-Füllung:

1 Tomate

1 EL Tomatenmark

Paprikapulver

Tabasco

Salz & Pfeffer

Paprika-Frischkäse

Parmesan

Bechamel:

1 EL Butter

1 EL Mehl

250ml Milch

Muskat

Salz & Pfeffer

Parmesan


Zubereitung

Wenn ihr Cannelloni kauft, dann müssen diese meist nicht vorgekocht werden. Falls doch, dann solltet ihr das an dieser Stelle tun.

Für die Spinat-Füllung würfelt ihr die Zwiebel und den Knoblauch und bratet sie in etwas Öl in einer großen Pfanne glasig. Gebt dann den Spinat hinzu und lasst alles etwas angehen. Frischer Spinat sollte zusammenfallen. Spinat aus der Tiefkühltruhe sollte vorher gut antauen (geht auch ganz schnell in der Mikrowelle). Fügt dann die Sahne und einen Esslöffel Parmesan hinzu und vermischt das Ganze gut. Nebenher röstet ihr in einer Pfanne die Pinienkerne mit ihrer eigenen Fettigkeit und rührt sie dann unter den Spinat. Dann könnt ihr nach Belieben würzen.

Für die Tomatenfüllung würfelt ihr die große Tomate und gebt sie zusammen mit dem Tomatenmark, dem Frischkäse, dem Parmesan und den Gewürzen in eine Pfanne und lasst das Ganze etwas köcheln.

Fettet eine größere Auflaufform und legt dort die gefüllten Cannelloni hinein. Das Befüllen geht am besten mit einem Teelöffel. Achtet darauf, dass die Füllung im Röhrchen auch gut nachrutscht. Mein Tipp als Cannelloni-Anfänger: Nehmt euch ein Zewa (oder Bounty oder wie auch immer) zu Hilfe. Verwendet es als „Aufstellfläche“ für die Cannelloni, damit die Füllung nicht direkt in eure Hände rutscht. Die ist nämlich noch ziemlich heiß…

Für die Bechamel lasst ihr in einem kleinen Topf die Butter schmelzen, gebt dann das Mehl hinzu und lasst es etwas angehen (das kennen wir ja noch von der perfekten Lasagne). Gebt die Milch hinzu und lasst sie unter ständigem Rühren aufkochen. Würzt das Ganze noch mit Salz, Pfeffer und Muskat und vergesst den Parmesan nicht!

Bedeckt eure Cannelloni mit der Soße und bestreut das Ganze dann noch mit, ihr wisst schon, Parmesan.

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20 Minuten bei 200 Grad reichen den Cannelloni im Ofen, dann sollte auch der Parmesan schön braun sein.

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Die Menge sollte gut für zwei Personen reichen, die einen angemessenen Hunger aufweisen 🙂

Viel Spaß beim Nachkochen!

Parmesan!

eureanne

3 Comments

  1. 22. August 2015 / 14:12

    Mhm… Ich könnte mir vorstellen … *träum, schwelg* Die nächste Stufe sind dann selbstgemachte PARMESAN-Cannelloni? 🙂 Sieht super aus, ich habe fast schon das Gefühl, hier riecht es gut. Zeichen für mich, doch mal wieder Cannelloni zu probieren, ich habe das nämlich nur einmal mit vorzukochenden gemacht und DAS war ein schlimmeres Desaster als dein Nudelhupf. 🙂

    • Anne
      23. August 2015 / 8:08

      Ich werde auch definitiv noch andere Variationen ausprobieren, vor allem mir etwas mehr Fleisch 🙂

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