True Detective Staffel 2

Ich habe euch ja schon in meinem ersten Blogbeitrag (schon über einen Monat Medienmädchen! *Konfettiregen*) von „True Detective“ vorgeschwärmt.

Nun ist seit einigen Wochen die zweite Staffel in den USA angelaufen und hat schon jetzt eine wirklich gute Bewertung bei iMDb. Dies und eine grandiose erste Staffel legen die Latte natürlich extrem hoch, weswegen auch ich voller Erwartungen an Episode 1 heran getreten bin.

In den Hauptrollen finden wir wieder eine hochkarätige Riege aus Hollywoods Talentpool: Colin Farrell, Vince Vaughn und Rachel McAdams.

Bekannter Weise mimen diese drei Gesichter wieder bedeutungsschwere, innerlich zerrissene und natürlich mit einer schweren Vergangenheit gestrafte Figuren, die ihre komplizierten Beziehungen zueinander um einen weiteren mysteriösen Mordfall zu einem komplexen Netz verspinnen.

Medienmädchen_TV_Must-Watch_True Detective Staffel 2

Dass dieser erst am Ende der ersten Episode ins Spiel kommt, ist allerdings etwas ungewohnt, lässt aber genug Zeit, die neuen Charaktere einzuführen. Ich möchte auch an dieser Stelle nicht übermäßig auf die einzelnen Figuren (oder Colin Farrells Augenbrauen) und die Handlung  (oder seinen gigantischen Schnauzer!) eingehen. No Spoiler-Alert.

Allerdings möchte ich euch meine ersten Eindrücke ganz spontan und hundert Prozent subjektiv mitteilen.

„True Detective“ glänzte in der ersten Staffel mit seinen tiefgründigen Charakteren und der nicht-linearen Erzählstruktur. In der zweiten Staffel erwartet der Zuschauer natürlich wieder ähnlich mitreißende Figuren. Leider nur ist das was ich erwarte, nicht immer das, was mich mitreißt. Denn die erste Episode wirkte wie der Anfang der ersten Staffel, nur in anderer Besetzung, also wenig innovativ. Natürlich wäre es ebenso uninnovativ, wieder auf diese alternative Handlungsstruktur zurückzugreifen, das lineare Vorstellen der neuen Charaktere ist deswegen zwar weniger spannend, aber der Einstieg fällt leichter.

Was wir ebenfalls nicht haben, ist Pulsstufe 5 ab Minute 1 (das habe ich bisher nur bei Staffel 1 und bei einem Sprint aus der Kalten gehabt). Ist ja nicht schlimm, ich brauche zum Abendbrot keine Schweißperlen auf meinem Käsebrot. Leider nur kam meiner Meinung nach zu wenig Spannung überhaupt auf, noch habe ich den roten Faden zu fassen bekommen.

Aber tadaa, am Ende der Episode, als dann tatsächlich mal so etwas wie ein zu lösender Fall aus dem Nichts auftaucht, führen alle Stränge zusammen und wir haben ein Ermittlerteam.

Yes, jetzt geht’s los!

Doch der Beginn von Episode zwei ist ebenso langatmig. Der Mordfall bietet auf den ersten Blick leider auch nicht solch ein Potential wie der satanische Hillbilly-Serienkiller aus Staffel 1. Momentan bewegen wir uns hier noch in den Gefilden von CSI: Miami.

Doch tapfer wie ich bin habe ich mir die ganze Episode angetan (ich war tatsächlich schon kurz vorm aufgeben aus Langeweile) und wurde zum Schluss doch noch belohnt. Denn ich hatte wieder einen dieser What-the-fuck-Momente mit offener Kinnlade.

Ich hoffe natürlich inständig, dass Episode 3 endlich an Fahrt zunimmt und nach gewohnter „True Detective“-Manier regelmäßig besagte Momente abliefert.

Startschwierigkeiten kann ja jeder Mal haben, das passiert den Besten. Ich würde „True Detective“ wünschen, dass sich Staffel zwei in Stil und Herangehensweise doch noch stärker von Staffel 1 distanziert und mich auf alte-neue Weise in seinen Bann zieht. Und euch natürlich auch.

Eure Anne

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